April 2020

Seit mehreren Wochen durch die Isolation eingeschränkt, lädt uns der unterbrochene Alltag umso mehr zum intensiven Praktizieren ein. Das Band, das uns mit unseren Lehrern verbindet, ist so stark, dass es uns eine unglaubliche Kraft verleiht, durch diese unruhigen Zeiten gut verankert auf dem Pfad des Dharma zu gehen.


Guru Rinpoche aus Kristall

Unsere regelmäßigen und nachhaltigen Praktiken

Aufgrund der Botschaften unserer Lehrer und der Lung-Übertragungen, die uns Seine Eminenz Namkha Drimed Rabjam Rinpoche im März aus Nepal übermittelte, haben wir endgültig verstanden, dass diese Pandemie eine schmerzhafte Mahnung ist, zum Wohle aller Lebewesen zu praktizieren, ohne Ausnahme. Während der Übertragung im März, erinnerte uns Namkha Rinpoche auch daran: “Da ist niemand, der größer ist, als Guru Rinpoche“, und er fügte hinzu: “Eine seiner bekanntesten Manifestationen ist Guru Dorje Drollö, bekannt für seine Kräfte gegen Hindernisse. In dieser Praxis nimmt er eine andere Form an, die von Guru Drakpö, die unter den gegenwärtigen Umständen geeigneter ist … Ist man in der Lage, diese Sadhanas mit Glauben und Überzeugung zu praktizieren, vertraue ich darauf, dass es für Euch sehr vorteilhaft sein wird“. Daher sichert das von unserem Zentrum in der Schweiz organisierte Streaming der Praxis „die Fortführung“ von Rinpoches Botschaft, uns auf dem Weg zu begleiten, uns zu unterstützen, uns zu ermutigen und uns zusammenzubringen. Viele äußern ihre Zufriedenheit und danken dem Zentrum herzlich für diese Initiative. Einer von uns drückt es so aus: „Sogar eingesperrt, jeder isoliert in seiner Ecke, sind wir nicht mehr allein, wir sind alle zusammen, und es ist eine große Unterstützung.“

Einer unserer schönen persönlichen Hausaltäre … Wir folgen der gestreamten Praxis … In ihrem Garten offeriert Martine Lingdrö-Tänze … Rita vertieft sich in die Verwirklichung eines herrlichen Tangka … Hélène, in bester Form, schickt uns ihr Lächeln und teilt mit uns ihre gute Laune…

Isolation, eine wertvolle Erfahrung

Die durch die nationalen Abriegelungen erzwungene Isolierung war zu Beginn nicht unbedingt eine gute Erfahrung. Die Plötzlichkeit und Härte überraschte mehr als nur einen, und einige erlebten Momente der Traurigkeit und sogar der Beklemmung. Sehr schnell jedoch kamen die positiven Aspekte zum Vorschein. Einige von uns beschreiben diese Erfahrungen so: “Die Einschränkungen drängen uns zum Praktizieren … Durch das Streamen [der Praxis] kommen wir gemeinsam wieder auf den Weg … Wir werden von einer Kraft getragen, die größer ist als wir selbst … Das Praktizieren mit dem Zentrum ist für mich sehr positiv … Diese Situation drängt uns dazu, uns wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren … Letztendlich ist es sehr positiv, es ist ein wertvolles Angebot, das zu uns kommt und uns höher trägt … Die Zeit fühlt sich nicht mehr gleich an, sie scheint wie gedehnt, aufgehoben und trotzdem haben wir keine Zeit, uns zu langweilen … Seltsamerweise fühlen wir keine Frustration, wir fühlen nicht, dass uns irgendetwas genommen wurde … Wir fühlen uns einander so nahe…”. Einige widmen ihre Praxis speziell dem Pflegepersonal, die zu wahren Kämpfern wurden, um Leben zu retten, andere arbeiten daran, das Herz zu öffnen, indem sie lange Meditationssitzungen durchführen. Aber unsere gemeinsame Erfahrung ist das Bewusstsein der Vergänglichkeit, es ist greifbar, jeder erlebt es in der Tiefe des eigenen Seins.

Die Umgebung unserer Praxis: Dharma-Katze, nette Katze … Vogelbabies, die direkt neben dem Altar eines unserer Freunde geboren wurden … Austausch von gastronomischen Ideen … In Frankreich können sogar Weine zum “Gewissen!” werden … In Belgien muss Rita nur die Straße überqueren, um ihr Gemüse vom Bauernhof im Nachbarhaus zu kaufen … In der Region von Paris, in einem Garten in der Nähe von Sylvies Haus, grüsst ein Pandemie-Exorzist   …

Im Zentrum geht’s weiter

Vor Ort setzt unser Dream-Team seine Aktivitäten fort, und die folgenden Fotos repräsentieren bei weitem nicht alles, was vor sich geht und was vorbereitet wird. Da alle Seminare aufgrund der Einschränkungen in der Schweiz abgesagt wurden, werden die Aktivitäten aus der Ferne fortgesetzt und die ursprünglich vorgesehenen Referenten halten kurze Meditationen und Teachings nun per Streaming. Die Bedeutung des Zentrums erkennend, unterstützen sie es, so gut sie können. Carlo kümmert sich um die Aufstellung einer neuen Buddhastatue, unser kleiner historischer Buddha wurde auf einen neuen Steinsockel gehoben, neue Meditationsbänke gestrichen und die Ripa-Boutique ist fast fertig. Gabriela gibt der Präsentation der Objekte, die sie für uns aus Nepal mitgebracht hat, den letzten Schliff. Wir werden erwartet. Ganz sicher.

Der neue Buddha … Unser kleiner historischer Buddha, der seit 2012 hier ist … Ursula und Carlo fügen eine Farbschicht hinzu … Eindrücke aus dem neu sortierten Laden …

Eure Postkarten

Tausend Dank für all die Fotos, dir ihr geschickt habt, und tausend Entschuldigungen an diejenigen, die ihre in diesem Blog nicht finden werden. Es war technisch unmöglich, sie in ihrer Gesamtheit einzufügen. Die Folgenden spiegeln die Vielfalt all derer wider, die ihr geschickt habt, ihr steckt voller Ideen. Ihr habt uns einen Überblick über die Tiere gegeben, die eure Praxis begleiten, eure gastronomischen Ideen vorgeschlagen … Hier offeriert ihr die Blumen in euren Gärten. Und diese letzten Fotos, die sich zum Himmel öffnen, zum Unendlichen, die uns den Weg zu weisen scheinen, zu dem unsere Praxis führt … Welch eine Freude! Alle eure Postkarten zeigen, wie lebendig, phantasievoll, humorvoll und verbunden unsere RIPA-Gemeinschaft ist. Ein echtes Geschenk des Dharma!

Eure Blumen … Eure Himmel: vom Mittelmeer bis Frankreich … von Brüssel … von Paris … von Vigo in Spanien an der Atlantikküste … aus dem Zentrum in Deutschland, wo Katharina lebt …

Vielen Dank für Eure Teilnahme und bis bald –

Aufruf zu einer ausserordentlichen Spende COVID-19

Da unser Zentrum bis auf Weiteres geschlossen ist, könnt Ihr es in dieser Zeit unterstützen, um die kommenden Aktivitäten zu planen und um die Rückkehr unserer Meister wie auch die Eurige, vorzubereiten! Eure Spenden, auch kleine, sind willkommen.

Donation

Ein herzliches Dankeschön im voraus an Euch alle und …. bis bald!