Category Archives: RIC Blog

Im Herzen der RIPA Meditation

Dezember 2018/ Januar 2019 – Jahresende in unserem Zentrum in der Schweiz

Ein neues Winter-Retreat in Meditation? Wir warten alle darauf. Während fünf Tagen wird das Zentrum alle verschiedenen Kulturen, Sprachen und Kontinente vereinen. Frohes Wiedersehen bestärkt uns in unserem Gefühl, in einer grossen Familie ohne Grenzen zu lernen.
 

Fern von Ruhelosigkeit und gut auf seinem Kissen sitzend

Unser gewöhnlicher Geist ist ohne Unterbruch in Bewegung, aufgewühlt, voller Unsicherheit und voller Emotionen. Unruhig, verwirrt, er öffnet die Türen zu Unsicherheit, Stress, Traurigkeit, Angst. Und das führt uns geradewegs zum Leiden. Intuitivwissen wir das und suchen nach einer Lösung. Deswegen sind wir wohl mehr als 150 Personen, die sich diesen Winter mit Rinpoche zusammenfinden, auf einem Kissen sitzend, bereit für das Abenteuer. Rinpoche erklärt uns:  « Während einiger Tage werden wir versuchen vollkommen im Hier zu sein, frei von allen Einschränkungen, Alltagsbeschäftigungen, frei von Turbulenzen und versuchen vollkommen offen zu sein, empfänglich, angenehm ». Dann, bevor wir mit unserer ersten Praxis beginnen, sagt er: « Stellt euch ein Sitzkissen vor, nur ein Kissen, das einen Körper benötigt, der sich darauf setzt. Dieser Körper muss atmen. Und dieser atmende Körper braucht einen Zustand der Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, den Zustand eines erwachten Geistes. Wir alle haben einen Körper, wir alle atmen und wir alle besitzen das Potential eines vollkommen achtsamen Geistes. Die Meditation ist folglich jedem von uns zugänglich, in jedem Moment. ». Immer wieder trainieren wir uns darin, eine gute Sitzhaltung zu erspüren, dasitzend mit gekreuzten Beinen, geradem Rücken, weit offenen Schultern…Dann lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem, auf die Atmung, um schlussendlich in die meditative Praxis einzutauchen…Und es funktioniert! Im Laufe der Tage hellen sich die Gesichter auf, leichter zeigt sich ein Lächeln auf den Gesichtern, alle wirken offener und eine sanfte, wohltuende Atmosphäre breitet sich aus. Es scheint, wir haben die Botschaft von Rinpoche empfangen, der uns ermutigt: « Entwickelt eine positive Haltung, generiert Freude in euren Herzen, sodass der Nutzen unserer Meditation zum Wohle aller fühlender Wesen sein möge und nicht nur für uns selbst ».
Und all dies in totaler Stille … Was für eine Erholung, was für eine Beruhigung und was für eine Erleichterung!

Fotolegenden: : Rinpoche wird gleich ankommen, wir erwarten ihn, mit Katags und offenem Herzen… ganze Tage lang in einem Saal zum Bersten voll… Während der Pausen, hier jeder hat seine eigene Art sich zu entspannen und zeigt  dabei überraschende Positionen… Lustig … Berührend … Barock… Vipassana Gehmeditation mit Vintage-Pantoffeln! … Vollkommene Stille, ja, aber mit Zärtlichkeit, Lächeln und Freude … Am letzten Tag: die Fragen, die Rinpoche erwarten füllen die Box… unmöglich alle zu beantworten!

Die zukünftigen RIPA Instruktoren bereiten sich vor

Wie kann einem so breiten Publikum wie möglich der Nutzen und die Tiefe der R.A.M ( Ripa Awareness Meditation) näher gebracht werden?
Wie kann sie allen zugänglich gemacht werden, einschliesslich absoluter Laien, die sich nicht mit dem Buddhismus verbunden fühlen?
Genau das setzt Jigme Rinpoche Schritt weise um, indem er die Ausbildung von zukünftigen Instruktoren dieser spezifischen Meditation erweitert. In der Tat, weshalb sind die Unterweisungen des Buddha, die 2600 Jahre alt sind, noch lebendig? Warum berühren sie uns so und weshalb helfen sie uns so? Der Grund dafür ist ganz einfach- sie sind universel und ihre Übertragungslinie wurde nie unterbrochen.
Darüber hinaus ist die Übermittlung, in unserer RIPA Übertragungslinie, gesichert durch einen authentischen Lehrer und eine authentische Linie. Es ist daher eine grosse Chance für unsere künftigen Instruktoren- auch eine grosse Verantwortung- diese Unterweisungen zu erhalten und später selbst weiterzugeben. Diesen Winter wurde das Training von ungefähr dreissig Leuten besucht, wobei auch einige neu dazu gekommen sind. Rinpoche legt grossen Wert auf einige Punkte: die eigene und tägliche Praxis ist unerlässlich. Er macht aufmerksam auf die Gefahr eines Ego „Trips“ und auf die Wichtigkeit, ehrlich und authentisch in seiner Praxis zu sein, in seiner Motivation und in seiner Intention.
Er besteht auf die Wichtigkeit dieser Gemeinschaft aus Instruktoren, die dabei ist zu entstehen, auf den gegenseitigen Respekt, die alle unter ihnen haben müssen, auf das gegenseitige Wohlwollen, denn, so sagt er, « diese Aspekte werden von den künftigen Schülern gefühlt werden ».

Bevor die Teilnehmer in der Zukunft Meditationen im Namen der RIPA Linie leiten werden, werden sie ein Zertifikat erhalten ( Akademische Ausbildung, Theorie und Bewertung der persönlichen Arbeit, praktisch verbrachte Zeit im Training, persönliche Praxis, etc. All dies wird ergänzt durch ethische Verhaltensregeln, die noch in Entwicklung sind).

Gleichzeitig hat Rinpoche Lama Tenzin damit beauftragt, das Training und die Unterweisungen bezüglich allem, was Dharmaseva betrifft, sicher zu stellen.
Diesmal wird der Schwerpunkt auf die „musikalischen“ Begleitung der Praxis-Rituale gelegt.

Fotolegenden: Rinpoche eröffnet die Session für die Instruktoren… Die Atmosphäre ist lernbegierig …Mit Momenten der Entspannung … Geneviève, verantwortlich für die R.A.M. Ausbildung unter der Führung von Rinpoche …Familienfoto am Ende der Session … Auf der Seite des Dharmaseva ist es Lama Tenzin, der die Ausbildung sicher stellt …Er erklärt… Gibt Instruktionen… Hört zu, um jedem dabei zu helfen, sich zu verbessern…Und noch ein Familienfoto um die Session abzuschliessen.

Getragen von einer internationalen Equipe, entfaltet sich unser Zentrum

Als echtes Schiff, das vor wenigen Jahren in offene See stach, wird unser Zentrum durch seine Bestimmung zur Offenheit bestätigt. Neben RIPA-Studenten aus allen Ländern, die sich zu unseren großen Sommer- und Winter-Retreats treffen, entscheiden sich immer mehr “Externe”-Gruppen für “uns”, um ihre Aktivitäten dort zu organisieren. Sie schätzen die Atmosphäre des Ortes, die Ruhe und Gelassenheit, die von ihm ausgeht. Sie sagen, dass die Energie, die sie fühlen, ihnen bei den Aktivitäten, für die sie gekommen sind, hilft. Die Ankunft von renommierten Persönlichkeiten wie Matthieu Ricard oder Alan Wallace zieht ein neues und zahlreiches Publikum an, das wiederum diesen Ort entdeckt, “wo man sich so wohl fühlt” und “wo man so gut empfangen wird”. So sehr, dass einige der Teilnehmer unseres letzten Retreats Rinpoche in diesem Winter zum ersten Mal trafen. Sie hatten das Zentrum zuerst durch eine andere Aktivität entdeckt.
Um der wachsenden Zahl von Gästen und Seminargruppen gerecht zu werden, die für einige Tage oder Wochen hier ihre Kurse halten, ist das Team des Zentrums vor Ort! Dynamisch, effizient, spiegelt es unsere RIPA-Community wider: offen, vielfältig und international. Begoña, die Direktorin, und Lluis, der Koch, sind Spanier. Antje, Leiterin der Hotellerie, ist Deutsche, kommt aber aus Frankreich, wo sie viele Jahre lang gelebt hat, Helen, die Begoña im Bereich des Marketing unterstützt, ist Schweizerin. Auf Seiten des Stammpersonals: Gabriela, aus der Schweiz, kommt vier Tage die Woche und übernimmt alles rund um die Unterkunft…. Und das ist eine riesige Aufgabe! Schließlich dürfen wir Vladimir und Sasha nicht vergessen, zwei Freiwillige, die regelmäßig aus Russland kommen und helfen…. Bei allem! Vom Frühstück und der Zubereitung der Mahlzeiten bis hin zur Aufteilung und Umgestaltung der Räume für die Aktivitäten der einzelnen Gruppen, man kann sie überall sehen! Sie alle sind ausnahmslos Schüler unserer RIPA-Meister und bringen menschliche Wärme, Freundschaft und Offenheit in ihre Kontakte zu den verschiedenen Seminargästen ein.
Nach und nach schafft sich das Zentrum eine Seele und einen Ruf ; in nur wenigen Jahren wird das Schiff seine Reisegeschwindigkeit erreicht haben.

 

 Fotolegenden: Das grosse Schiff, warm erleuchtet es die Winternächte, das ist unser Zentrum … Begoña, die Direktorin sichert dynamisch und bestimmt dessen Expansion und Ausstrahlung … Antje und Helen, rechte und linke Hand von Begoña… Alle sind non stop auf der Kommandobrücke … Lluis, grosser Chefkoch unserer Gerichte mit Marie, die regelmässig helfen kommt  … Gabriela, kümmert sich um die Lingerie und alles, was die Unterkunft betrifft …Vladimir et Sasha, treue Freiwillige von RIPA Russland … Die gesamte Equipe bewältigt eine unglaubliche Menge an Arbeit bis ins kleinste Detail… Bis zu dem Punkt, wo wir sogar eine festliche Tafel vorfinden am 1. Januar… Und für 150 Personen !

Fotoalbum

Fotolegenden: Die jüngeren Generationen folgen dem Retreat immer auf ihre eigene Weise…. nehmen auch an den gemeinsamen täglichen Aufgaben teil, wenn sie Lust dazu haben…. Immer treu auf seinem Posten, Laurent, klangliche Erinnerung an die Lehren… Dharma-Katze, schöne Katze! ….. Zukünftige Instruktoren beenden ihre Ausbildung mit einer “Party”. Wir singen, wir trinken ein wenig, aber guten Wein, wir lachen…. Und wir sagen uns: “Bis bald !” unter dem schelmischen Blick von Lama Tenzin und dem freundlichen Lächeln unserer Meister und des Dalai Lama.

 

Unsere internationale Gemeinschaft versammelt für ein grosses Sommer Retreat

Juli/August 2018 : Grosses RIPA Retreat in unserem Internationalen Zentrum in der Schweiz

Zurück in Europa nach einem einjährigen Retreat bietet uns Gyetrul Jigme Rinpoche eine schöne Wiedersehensmöglichkeit. Während drei Wochen findet unsere spirituelle internationale Gemeinschaft ihre drei Meister wieder vereint… 


Das Leben, der Tod und die Wiedergeburt aus buddhistischer Sicht

« Aus der Tiefe meiner Praxis heraus gab mir mein Retreat die Gelegenheit, an euch zu denken, für alle zu beten und noch mehr Disziplin zu entwickeln ». Auf diese Weise begegnet uns Gyetrul Jigme Rinpoche in der ersten Woche, als es um den Bardo des Todes geht. Er fügt hinzu: « Es gab mir auch ein tiefes Verständnis für den Unterschied zwischen Studium und Praxis. Die Erfahrung der Praxis ist tiefer, weil sie über Analyse, Denken und Interpretation hinausgeht. Du wirst frei, weil diese Erfahrung keine Grundlage für Festhalten oder Fixierung bietet. Wir werden frei von jeglichen Vorurteilen und Meinungen ». Und er fügt hinzu: “Wenn wir es mit unserer spirituellen Reise ernst meinen, sollten wir uns wirklich auf diese tiefe Erfahrung einlassen, um zu sehen, wie sehr die Praxis einen Unterschied macht….“.

Es steht hier außer Frage, es zu wagen eine ganze Woche außergewöhnlicher Belehrungen in wenigen Zeilen zusammenzufassen. Rinpoche selbst liess sich vom Bardo Thödöl – dem tibetischen Totenbuch– inspirieren, verfasst von Padmasambhava im 8. Jahrhundert, niedergeschrieben von Yeshe Tsogyal, wiederentdeckt von Karma Lingpa im 14. Jahrhundert, was von dieser tausendjährigen Weisheit aus Fernost zeugt. Die Einführung von Rinpoche gibt euch nur einen schnellen Überblick.: « Ich bin gerade aus Orissa (*) zurückgekehrt, wo ich mehrere ältere Menschen besuchte, die dem Tod nahe sind. Unter ihnen ist eine Dame, die ich seit meiner Kindheit kenne. Sie ist fast 90 Jahre alt und steht kurz vor ihrer Abreise. Ich war sehr überrascht, sie so bewusst und ruhig zu sehen. Sie erzählte mir, wie sehr sie keine Bindung mehr hatte, weder zu ihrer Familie noch zu ihren Kindern, noch zu ihrem Haus, noch zu ihrem Körper…. Sie ist sehr entspannt, völlig bereit zu gehen…. Und der Tod ist etwas Universales. Es ist also gut, diese Zeit des Todes und des Bardo zu verstehen, um uns vorzubereiten und anderen in dieser wichtigsten Zeit unseres Lebens, am Ende unseres Lebens, zu helfen ».

(* Staat der Indischen Föderation am Golf von Bengalen, wo sich eines der Klöster der RIPA-Linie befindet.)

Diashow 1 :

« Praktiken und Rituale werden von den Mönchen begleitet…. Darbringungen unserer Meister und Lamas an S.E. Namkha Rinpoche am Ende des Retreats… Dann erhält jeder von uns einen Segen…. Die Tormas der Rituale werden alle von den Mönchen vorbereitet, ein echtes Kunstwerk… Wie kann man seinen Zen gut einsetzen? Lern-Session… Atmosphäre, Atmosphäre: Kerze, Glocke und Dorjee… Wie üblich führen Kinder ihr Leben selbstständig, gestreichelt von der Energie der Meister, Praktiken und Rituale…..

Die Lingdrö Tänze in Verbindung mit Gesar von Ling…

Die zweite Woche führt uns zu Yeshe Tsogyals Drupchö (Great Accomplishment / Große Leistung in Tibetisch). Ein Drupchö ist eine der aufwändigsten Formen der Vajrayana-Praxis. Es ist eine außergewöhnliche Gelegenheit selbst mit Körper, Sprache und Geist in die spirituelle Erfahrung einzutauchen. Wir haben dieses Drupchö seit einigen Jahren entdeckt und vertieft. Und es eröffnet uns ein unbegrenztes Feld, um auf die Erfahrung zuzugreifen, von der Rinpoche spricht. Die letzte Woche wird für ein weiteres Drupchö, das von Hayagriva, reserviert sein. Eine große Entdeckung für viele von uns – zumal er eine zornvolle Gottheit ist…. Ein unbegrenztes Feld der Praxis und Erfahrung. In diesem Jahr wird das ganze Retreat mit Tänzen bereichert: Lingdrö-Tänze und heilige Tänze. Lama Tenzin präsentiert die ersten Tänze: « Ling ist alles, was sich auf König Gesar von Ling bezieht, und Drö bedeutet Tanz“, fügt er hinzu: “Wenn niemand den Ursprung der Melodien kennt, sind wir sicher, dass die Gedichte von Ju Mipham Rinpoche im 19. Jahrhundert verfasst wurden. Und alles, was Mipham geschaffen und geschrieben hat, basiert auf Fakten aus der früheren tibetischen Geschichte wie der von König Gesar von Ling. In den Tagen von Gesar wurde jeder Sieg mit Tänzen, Bogenschießen usw. gefeiert. Damals waren Singen, Tanzen und Feiern Teil der Ereignisse des Lebens“….”. Die Lingdrö-Tänze haben insgesamt etwa fünfzehn Kapitel. Der erste ist ein Tanz der Opfergaben für den Guru, den Yidam, die Dakini, die Beschützer des Dharma, für Gesar selbst und seine eigenen Beschützer. In einem weiteren Kapitel lädt der Tanz Gesar und alle männlichen Gottheiten ein, zu kommen und den Ort zu segnen, anderswo sind alle weiblichen Gottheiten eingeladen, etc. Das erste Kapitel ist zum Beispiel ein Angebot an die Gottheiten der Weisheit, also tanzen wir mit einer Kata ». Namkha Rinpoche hatte uns in der Vergangenheit diesen grundlegenden Aspekt der Lingdrö-Tänze wie folgt vorgestellt: « Diese Tänze sind mit den erwachten Aktivitäten von König Gesar verbunden…. Es sind keine gewöhnlichen Tänze… Es sind Übungen, die uns helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden, denen wir auf dem Weg des Erwachens gegenüberstehen, sie unterstützen uns in unserem Fortschritt ».

Diashow 2 :

« Die tibetische Gemeinschaft in der Schweiz ist immer noch beteiligt. Als sie kommt, um den Segen der Meister zu empfangen, bietet sie uns diese Lingdrö-Tänze an. Der Tag der Feierlichkeiten wird mehr als dreihundert Menschen zusammenbringen…. die Tänze von Frauen und Männern antworten sich gegenseitig…. Moment des Wartens mit den Kindern vor dem “Betreten der Bühne”….”. König Gesar” ist bereit… Lama Tenzin auch… Und wie immer sind die Kinder beschäftigt, was sie nicht daran hindert, die “Show” zu bewundern ».

…. Und die “Cham”-Tänze, Manifestationen des Heiligen….

Beim Feiern eines Drupchö entstehen Hindernisse, die durch negative Geister geschaffen werden, und Gottheiten, die durch schreckliche Masken dargestellt werden, beseitigen Hindernisse und negative Energien. Eines der Ziele dieser Tradition heiliger Tänze ist es, sie abzuwehren. Weibliche und männliche Gottheiten sind vertreten. Aber der große Unterschied zwischen den Lingdrö- und den “Cham”-Tänzen besteht darin, dass erstere als Tänze dieser Welt betrachtet werden, während letztere die Tänze der Gottheiten der Weisheit selbst sind. Alles steht in direktem Zusammenhang mit dem Dharma, sie sind auch definiert als Tänze der Befreiung durch das Sehen. Wir sprechen hier nicht von einer endgültigen Befreiung, sondern von einer momentanen Befreiung: Der Anblick reduziert die Auswirkungen unserer negativen Emotionen und befreit uns für kurze Zeit von der Gewissheit, dass das, was wir sehen, Realität ist, wenn es sich nur um eine illusorische Erscheinung handelt. Alles manifestiert sich anders und es entsteht eine subtile Beziehung zwischen dem Praktizierenden und der Gottheit. Es wird gesagt, dass der Cham große Macht in sich selbst hat, es wird gesagt, dass das Tanzen der Cham der beste Weg ist, um insbesondere den Körper zu reinigen. Die heiligen Tänze, die wir jeden Abend während Hayagrivas Drupchö besuchen, stehen in der Tradition von Taksham und Pema Lingpa. Und diejenigen, die diese Tänze besucht haben, werden Ihnen unter anderem sagen, wie beeindruckend Lhuntrul Rinpoche zu Dörje Drolö geworden ist. An anderen Abenden entfalten sich die weiblichen und männlichen Gottheiten und schwängern uns mit einer anderen Energie. Alle diese Tänze werden bemerkenswert von den Mönchen aufgeführt, die extra aus den RIPA-Klöster gekommen sind.

Diashow 3 :

« Beeindruckende Tänze… Schreckliche Masken… Einige von uns erhalten einen echten Schock… Wir werden von den Bewegungen mitgerissen… Und wir können uns sogar selbst überraschen, indem wir im Inneren “tanzen”, ohne uns zu bewegen ».

Glückliche Mönche!

Diashow 4  :

Familienfoto am Ende des Retreats…. Ausflugstag in die Schweizer Berge… Eine kurze Pause am Tag… Lama Tenzin filmt das Schwimmen… Einer der jungen Mönche mag wirklich Kühe und sie ihn auch…. Mittagessen im Freien. Auf der Speisekarte: Spiegeleier und Rösti, dieses schweizerdeutsche Nationalgericht aus geriebenen Kartoffeln mit Zwiebeln…. Die Abreise naht, man muss packen. Die Masken der heiligen Tänze sind gepackt, die Texte des Drupchö in einem schweren Koffer gruppiert…. All dieses Gepäck wird die Mönche nach Moskau und Kalmykien begleiten, wo zwei weitere Drupchö unter der Leitung von Lhuntrul Rinpoche geplant sind….

Fotoalbum

Diashow 5  :

« Lingdrö-Tänze sind auch ein Festtag für alle…. Im Zentrum gibt es viele gute Orte für eine Mittagspause…. Die Schüler bieten Tänze, Lieder, Sketche an, …. Und sogar ein sehr fröhlicher kollektiver Tanz… Karma Shedup schätzt die Qualität von Laurents Soundsystem…. Und trainiert Carlo in der Subtilität des Spiels und der Weichheit der Finger… Die Mönche sind an den Fotos von Michèle Z interessiert…. Alle Kinder sind hier offensichtlich glücklich, die Aktivitäten fehlen nicht, die Ideen auch nicht »

Wir sehen uns bald für einen weiteren Blog.

Er ist zurückgekehrt

Nepal, Mai – Juni 2018 Ende des Jahres- Retreats von Gyetrul Jigme Rinpoche

Eröffnungsfoto

An diesem Morgen sind wir ein paar hundert Leute aus vielen verschiedenen Ländern, in unterschiedlicher Verfassung, Familien, Mönche, Schüler, Freunde – und wir alle warten auf Rinpoches Rückkehr. Er verlässt sein kleines Häuschen, in dem er ein Jahr verbracht hatte, um uns direkt wieder zu begegnen. Unmöglich auszudrücken, was wir dabei empfinden.

Das Wiedersehen

Bestimmt hattet ihr über soziale Netzwerke bereits Zugriff auf einige Bilder unterschiedlicher Momente. Dieser Blog wird eher die Türen öffnen und einen kleinen Blick hinter die Kulissen dieses Abenteuers erlauben, einen Blick auf das, was wir erlebt haben und auf das Engagement all jener, die dazu beigetragen haben, dass dieses Ereignis zu Ehren unseres Lehrers ein Erfolg wurde und die Herzen der Teilnehmer mit Freude erfüllte.

Nachdem Rinpoche am frühen Morgen von seinem Berg hinuntergestiegen ist, geht er zunächst an der langen Reihen der Tibeter und Nepalesen, an den Reihen der Schüler aus unterschiedlichsten Ländern und an den langen Reihen der Mönche vorbei, um schliesslich den Tempel zu betreten. Wir folgen ihm. Er setzt sich hin und spricht zu uns auf Tibetisch, Nepalesisch und schliesslich auf Englisch. Für diejenigen, die sich im zweiten Teil des Klosters befinden, ist es wegen des Halles schwierig, ihn zu verstehen, doch seine Präsenz ist immens und das Verstehen erfolgt von Herz zu Herz. Unter denjenigen, die bereits einige Tage zuvor im Tal angekommen waren – als Rinpoche noch die letzten Tage seines Retreats in dem kleinen Häuschen am Berg verbrachte – gab es solche, die zu spüren glaubten, wie sein Mitgefühl und seine Liebe das Dallu-Tal zärtlich liebkosten und es segneten.

Mittag, Mittagessen. Alle versammeln sich auf dem Vorplatz des Tempels, an runden Tischen mit Stühlen, die eine festliche Atmosphäre verbreiten. Die Jüngsten unter den Mönchen helfen sehr viel mit bei diesem Ereignis und so servieren sie auch das Essen, wobei es für einige von ihnen sichtbar das erste Mal ist, dass sie Gäste bedienen. Die Nase knapp auf der Höhe der grossen Kochtöpfe, müssen sie ihre Arme ziemlich hoch heben, oder sogar auf die Zehenspitzen stehen, um die Teller füllen zu können. Auf jeden Fall sind sie hinreissend. Lächelnd und ernst zugleich, bemühen sie sich, es gut zu machen.

Jigme Rinpoche hat sich mitten unter uns an einen Tisch gesetzt, ebenso Lhuntrul Rinpoche und seine Familie. Die Kinder singen und lachen. Man findet die Aufregung und die Atmosphäre der grossen RIPA Momente wieder, mit etwas Unermesslichem dazu: Rinpoche ist zurück.

Zwei Tage später beginnen wir mit dem Nyung Né. Es ist das erste Mal, dass Mönche, Tibeter, Nonnen und Schüler gemeinsam im Tempel für diese Praxis der Reinigung zusammenkommen…

Geleitet von Rinpoche, der mehr Niederwerfungen macht als wir, sind diese vier Tage sehr beeindruckend. Diejenigen, die diese Praxis gerade erst entdecken, stehen unter Schock und wir, die dennoch ein wenig Erfahrung haben, ebenso. Hier sind die Nyung Né intensiver, kraftvoller, manche sagen sogar wild. Es ist wahr, dass die Energie im Dallu Tal ausserordentlich kraftvoll ist; wir befinden uns im Ripa Kloster, welches bereits seit 2005 aufgeladen wird durch die Praxis und die Segnungen unserer Lehrer und durch die Praxis der Mönche. Aber vor allem anderen ist die Präsenz von Rinpoche, nach einem Retrait von einem Jahr, enorm. An zwei Abenden spricht er mit uns über das Nyung Né und wir kehren erst zurück in unsere „guest-houses“, als die Nacht bereits hereingebrochen ist. In der Dunkelheit ist unser Weg bestückt von Glühwürmchen, kleine Lichtschimmer auf Gras, Spiegelbilder der Sterne der Milchstrasse….Magisch!

Diashow 1 – Foto Legende:

Mönche, Tibeter, Schüler, alle lauschen aufmerksam den Worten Rinpoches…Austeilen des Tsok…Mittagessen unter freiem Himmel…der Vorhof des Klosters, der in ein riesiges gemütliches Restaurant verwandelt worden ist.. Lachen und Singen, eine wunderschöne Atmosphäre….Nyung Né: Niederwerfungen, auf der zweiten Ebene auch die Mönche… Die „Musik“ verstärkt die Wirkung der Praxis…Die riesige Statue des 1000-armigen Chenrezig unterstützt die Bemühungen.

Mero Gaon : das Dorf ist wieder aufgebaut

Erinnert auch an das Dorf am Berghang, vollkommen zerstört durch das Erdbeben, dessen Hilferuf Rinpoche, berührt durch das Leid und die Not der Bewohner, erhört hat. Zwei Jahre später konnten die 55 Häuser – ein Haus pro Familie – dank der Hilfe von Schülern aus allen Ländern nach Erdbeben sicherem Standart wieder aufgebaut werden. Alle haben Elektrizität und jeweils eine Wasserstelle für eine Gruppe von fünf Häusern. Zuvor kostete es viel Zeit und Aufwand, Wasser holen zu gehen. Jetzt ist die Wasserstelle nur zwei Schritte entfernt.

Eingeladen zur offiziellen Einweihung des Dorfes, machen sich diejenigen, die beim Wiederaufbau mitgeholfen haben, auf den Weg zum Dorf am Berghang. Das Dorf zu erreichen ist bereits ein Abenteuer für sich: Der Bus, welcher uns am Kloster abholt, muss zuerst nach Kathmandu fahren, die Stadt durchqueren mit all ihrem Stau und all ihrer Verschmutzung, und anschliessend auf unglaubwürdigen Strassen einen weiteren Berg hinauffahren. Dieser zweistündigen Busfahrt folgt ein etwa einstündiger Fussmarsch mit Aufstieg und Abstieg, einem kleinen Sattel auf 2000m Höhe und die Ankunft auf 1725m, der Höhe des Dorfes. Dies alles unter der glühenden Sonne und bei entsprechenden Temperaturen. Entlang des ganzen Weges wird Rinpoche von den Dorfbewohnern, den Kindern der Schule, etc. mit Katas begrüsst. Schlussendlich durchschreiten wir den kleinen Willkommens-Bogen, welchen die Bewohner von Mero Gaon speziell zu diesem Anlass errichtet haben. Besuch des Dorfes, Ansprachen, Entdecken der Gedenktafel… Rinpoche richtet sich an die Versammlung, einige Einlagen folgen…oder auch nicht…denn die dafür vorgesehenen Dorfbewohner haben offensichtlich keine Lust, ins Mikrofon zu sprechen. Und auch hier ist der Ton eigenwillig. Die Worte von Rinpoche sind punktuell verständlich „ glub-gzz-glub-glub“. Gut befinden wir uns auf einer Höhe von 1700m über Meer, seine Stimme scheint aus der Tiefe der Ozeane zu kommen, gleichsam auf Tauchfahrt auf der anderen Seite der Welt. Schlussendlich legt er das Mikrofon weg.

Es folgt ein nettes Mittagessen, bereitgestellt und serviert von den Dorfbewohnern, dann bekommt jede Familie ein Dossier mit dem Plan des Hauses und einem Vorhängeschloss mit Schlüssel. Jede Familie? Nein, jede Frau der Familie, alle wunderschön gekleidet für den Anlass und bestückt mit ihrem schönen Schmuck. Aber wo sind die Männer? Wir stellen die offensichtliche Frage. Die Antwort: Hier sind es die Frauen, die „das Heft in der Hand halten“, die Männer folgen.

Tatsächlich tragen sie alle festliche Kleidung und die Männer, die alltäglich gekleidet sind, beobachten alles eher etwas scheu und im Hintergrund stehend. Sie sind es mehrheitlich, die uns das Essen austeilen, unterstützt von den Jugendlichen.

Das Austeilen der Dossiers ist beendet, als Rinpoche einen kleinen Jungen zu sich ruft. Ganz scheu und beeindruckt nähert er sich Rinpoche und dieser übergibt ihm, stellvertretend für alle Kinder, einen prachtvollen Fussball. Sein Gesicht leuchtet auf und er läuft davon mit dem Geschenk, ganz stolz und voller Freude.Wir machen uns auf den Rückweg, müde aber glücklich.

Diashow 2 – Foto Legende

Nach dem Erdbeben war alles zerstört, die Dorfbewohner fanden Schutz unter Plastikplanen und Blechdächern…Rinpoche kam zu ihrer Unterstützung, der Wiederaufbau der Häuser wurde entschieden und alles wurde fertiggestellt…Der Empfang Rinpoches auf dem Weg nach Mero Gaon… Der kleine Willkomens-Bogen aus Bambus und Stoff begrüsst uns…Die Gedenktafel…Austeilen des Essens…Rinpoche mit einigen Dorfbewohnern…Das Wasser, das aus dem Hahn tropft, faszinierend!…Die Presse und das Nepalesische Fernsehen sind anwesend für eine künftige Dokumentation

Lumbini : der Geburtsort Buddhas

Es ist der letzte Abschnitt unserer Reise. Nur 300 km trennen Lumbini von Kathmandu. Gelegen im Süden Nepals in der Tiefebene des Terai, nahe an der Grenze Indiens, dauert die Busfahrt von Kathmandu 10 Stunden, während man Lumbini mit dem Flugzeug in einer halben Stunde erreicht hat. Das heilige Gebiet Lumbinis ist eine der wichtigsten heiligen Stätten unserer Weltreligionen. 1997 von der UNESCO anerkannt, ist dieses Gebiet, wie gesagt wird, einer der meist besuchten Pilgerorte der Welt. Hier findet man auch den Maya Devi Tempel – benannt nach der Mutter Buddhas – ebenfalls ein UNESCO Weltkulturerbe. Auf dem 23 Hektar grossen Parkgelände befinden sich zahlreiche Tempel, welche alle buddhistischen Schulen repräsentieren und alle Länder der Welt. Wir besuchen den koreanischen Tempel, den chinesischen und viele andere, alle wunderschön. Der französische Tempel ist im Aufbau und da es noch freie Parzellen hat, haben Rinpoche und RIPA Russland entschieden, einen russischen Tempel zu errichten, da Russland noch nicht vertreten ist. Vor Ort zeigt uns Rinpoche den vorgesehenen Bereich und dieses Mal funktioniert die Lautsprecheranlage einwandfrei, dank eines Jugendlichen, der uns, mit der Lautsprecheranlage auf seinem, von der Last gebeugten, Rückens, überallhin folgt. Nach der allgemeinen Ansicht erlaubt uns der Besuch von Lumbini die Zartheit, Ruhe, den Frieden zu spüren, die von diesem Ort ausgehen.

Auf dieser Reise begleiten uns ungefähr 20 Kinder, die seit Beginn ihres kurzen Lebens bereits sehr „gebeutelt“ wurden. Sie wurden aus ihrem Unglück befreit und in einem Waisenhaus untergebracht, welches von Dorjee Dolma gegründet wurde – einer Nepalesin, die bereits seit langer Zeit von Namkha, Jigme und Lhuntrul Rinpoche und der Familie unterstützt wird.

Die Kinder verbringen den Tag mit uns und nutzen das Schwimmbad des Hotels voll aus. Sie springen voller Freude ins Wasser, bemerkenswert gut umsorgt von Dolma « ihrer Mutter », die immer ansprechbar ist, ihnen zuhört und von der sie viel Zärtlichkeit bekommen. Mit ihr finden sie den Weg zur Lebensfreude wieder. Das Resultat: Sie kommen zu uns ohne jegliche Furcht. Spontan, direkt, offen, lustig, lebhaft, sie kommen sichtbar gut zusammen aus und helfen sich gegenseitig ganz natürlich ( wir werden euch zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher von diesem Waisenhaus berichten). Dort, in Lumbini, endet unser Abenteuer. Jeder tritt schon bald die Rückreise in sein Land, zu seinem Kontinent an.

Diashow 3 – Foto Legende

In der Abflughalle nach Lumbini…Wir fliegen mit Yeti Airlines. Ihr Logo, sein Fussabdruck…Ganz in der Nähe von Buddhas Geburtsort, aber gut geschützt vor der Sonne… Rinpoche mit den Mönchen, die ihn begleiten, dann mit den Kindern…gegenüber: die Paparazzi des Dharma!… Nach dem Gewitter, die Wege verwandeln sich in Bäche…Umwerfende Tempel…Rinpoche auf dem Landstück des zukünftigen russischen Tempels… Alle im Wasser des Schwimmbeckens…Vor dem Mittagessen.

Fotoalbum

Einige Fotos für einen etwas tieferen Einblick in unsere Reise. Beim nächsten Mal, kommt mit, es sind unvergessliche Momente zusammen mit unseren unersetzlichen Lehrern.

Diashow 4 – Foto Legende

Vor der Anstrengung, die Aufmunterung, ein guter Fussballmatch … Die Spieler… Das Tor… Die Umkleidekabinen…Vorbereitungen: der Aufbau des grossen Zeltes…Einige innovative Ideen um Fliesen zu reinigen…Interview von Doktor Milan für die nächste Fernsehdokumentation…Am Flughafen: „Maximale Höhe 2,18m, Vorsicht auf Ihren Kopf“?!

Portraits

Diashow 5- Foto Legende

Auf dem Weg zum Dorf erwarten die Kinder Rinpoche…Vor dem Zuhören wird er beobachtet… Portraits der Dorfbewohner…Die Kamera von Tae-Ho ist faszinierend…Einer der jungen Mönche aus dem Kloster…Nepal, zwischen Tradition und Moderne…Die Flugbegleiterin in der tibetischen Uniform von YetiAirlnes…Unser junger „Soundman“ in Lumbini…Rinpoche mit einigen Dorfbewohnern.

Ende der Reise:

das letzte Foto unsere RIPA Familie auf der Weltfriedens-Stupa in Lumbini.

Conclusion-Stupa for World Peace-Lumbini

Nächstes grosses Wiedersehen: Das Sommer-Retreat 2018 in der Schweiz mit unseren drei Lehrern.

August 2017 – das Yeshe Tsogyal Retreat

Begegnung

mit der universellen weiblichen Energie

S.E. Namkha Drimed Rabjam Rinpoche und Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurmey Rinpoche

Seine Eminenz Namkha Drimed Rabjam Rabjam Rinpoche ist in bester Form, und Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurmey Rinpoche freut sich, wieder unter uns zu sein; Lama Tenzin wird in seiner Funktion bestätigt, das Übersetzungsteam wird gewürdigt, die Ausbildung der Meditations-Instruktoren ist auf Kurs, und es gibt Neuankömmlinge aus vielen Ländern… Dieser Sommer hatte nur gute Neuigkeiten zu bieten.

  

 

Ein kraftvolles und sanftes Retreat

Im tibetischen Jahr der universellen weiblichen Energie ist es ganz natürlich, dass dieses Retreat Yeshe Tsogyal gewidmet ist, sie ist ja quasi die DNA unserer Ripa-Linie. Während einer seiner früheren Inkarnationen war Dungsey Gyetrul Jigme Rinpoche direkt und innig mit dieser großen spirituellen Figur des 8. Jahrhunderts verbunden. Als Schülerin und Gefährtin von Guru Rinpoche spielte Yeshe Tsogyal eine grundlegende Rolle bei der Verbreitung seiner spirituellen Lehren und Übertragungen. Wenn Ihr nicht vor Ort sein konntet, so taucht einfach ein in die Lektüre von “Das Leben von Yeshe Tsogyal, die Souverän von Tibet”, die Arya Sale im 8.Jhd verfasst hat. Ihr werdet von diesem spirituellen Epos, diesem historischen Fresko, so unglaublich inspierend, voller Poesie und Zauber mitgerissen werden. Und genau das haben wir im Zentrum während des Drupchö von Yeshe Tsogyal erlebt.
Weitere gute Nachrichten: Lama Tenzin wurde in seiner Funktion und spirituellen Rolle für Europa von Seiner Eminenz Namkha Drimed Rabjam Rinpoche und Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurmey Rinpoche offiziell bestätigt. Lama Tenzin erhielt sogar ein Diplom « wie im Westen”. Dieses Ereignis hat uns alle berührt und viele von uns selbst zu Tränen gerührt. Was Dungsey Gyetrul Jigme Rinpoche betrifft, so ist er der große Ab- / und An-wesende dieses Sommers: anwesend, weil viele unter uns seine Präsenz spüren, aus den Tiefen seines Retreats heraus ist er immer an unserer Seite! Und abwesend, weil wir ihn selbstverständlich vermissen.
Zur Halbzeit des Retreats genießen wir mit immer wieder neuem Vergnügen die Darbietung der tibetischen Tänze und die Festlichkeiten inmitten dieser zwei Wochen begehen, die uns tief in die universelle weibliche Energie von Yeshe Tsogyal eintauchen liessen.