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Im RIC geht die Arbeit und das Leben in schöner Atmosphäre weiter

März 2020

Eingeschlossen wie alle anderen RIPA-Studenten und wie die Hälfte der 7,8 Milliarden Einwohner, die unseren Planeten bewohnen, kümmern sich unsere Freunde, dauerhaft und freiwillig, um unser Zentrum in der Schweiz. Ihrem Beruf treu, bereiten sie aktiv unsere Rückkehr vor.

Anpassung und Vorbereitung auf die Zukunft

Keine externen Gruppen mehr, keine gewöhnlichen Aktivitäten, keine Wochenendbuchungen von tibetische oder andere Gruppen … Das Zentrum ist geschlossen und gezwungen, seine Gewohnheiten zu ändern. Doch unser Schiff passt sich an. Die Arbeit geht weiter, effizient und nachhaltig, denn die Last des administrativen Teils bleibt schwer: Es ist notwendig, die Termine der angemeldeten Gruppen zu verschieben, Reservierungen zu stornieren und neue Optionen für die Zukunft zu schaffen … Begonia, Antje und Helen verbringen die meisten ihrer Tage vor dem Computer und am Telefon. Da keine Gelder mehr fließen und Rückzahlungen vorgenommen werden müssen, wurden die Kosten auf das strikte Minimum reduziert. Umso mehr, da auch unsere Sangha, nach den Absagen der Treffen von Lhuntrul Rinpoche und Jigme Rinpoche, für die es sehr viele Anmeldungen gab, ein Loch im Budget hinterlässt. Lluis, der Koch, ist vor Ort, aber arbeitslos, und dennoch ist er eine große Hilfe. Carlo und Ursula, die seit einiger Zeit als Volontäre aushelfen, leisten wunderbare Arbeit, zusammen mit Theresa. Gabriela, Nadya und ein paar andere kommen regelmäßig, um im Garten zu arbeiten. Natürlich ohne Umarmungen, ohne Körperkontakt und wir halten einen respektvollen Abstand zueinander … Aber die Moral ist gut. In diesen unruhigen Zeiten war der Geist der Sangha noch nie so präsent, so kraftvoll, so unterstützend.

Im Büro – Software, Dokumente, Listen. Begonia, Antje und Helen jonglieren mit allen Informationsquellen, ohne die kleinen gekritzelten Notizen, die Post-its und andere “Erinnerungen” zu vergessen … Auf den Feldern – Auch in der Schweiz sind die Geschäfte geschlossen, einschließlich der Blumenläden. Zum Glück hat Gabriela im Herbst Narzissen gepflanzt. Sie finden ihren schönsten Platz auf dem Altar in der Opferschale. Und beim Tsok schmücken die ersten Primeln, vor dem Gompa geplückt, die Teller der Lehrer … Im Zentrum – nun ist etwas mehr Zeit, um einige “Aufgaben” zu erledigen: das Bügeln der Berge von Katas, die sich während der Retreats angesammelt haben … Vorbereitung und Klassifizierung der während der Übungen ausgeliehenen Texte, geordnet nach allen Sprachen … Dank Carlo und Ursula wird das Zentrum endlich mit wunderschönen Orientierungstafeln geschmückt, die mit Kunst und Sorgfalt vollständig “von Hand” hergestellt wurden … Gabriela – arbeitslos – packt Lieferungen von Einkäufen aus, die sie erst vor vier Wochen in Nepal für den Shop des Zentrum tätigte.

Das Streaming der Sadhana-Praxis über Facebook und das Internet wurde ein großer Erfolg

Der erste Versuch fand am 21. und 22. März statt, und es geht weiter (*). Gerade in unruhigen Zeiten, wie wir sie heute durchleben, erhalten die Lehren ihre volle Bedeutung und Aussagekraft. Und die Begriffe, mit denen uns Begonia über das Leben und die Praxis im Zentrum erzählt, werden bestätigt durch unser aller Zeugnisse: “Wir sind völlig eingetaucht in die Erfahrung von Vergänglichkeit, Solidarität, Altruismus, Offenheit des Herzens, in all das, was unsere Meister uns lehren, und der Praktiken, in die sie uns einbeziehen “…”Auch wenn es sich aus finanzieller Sicht für das Zentrum als schwierig erweisen wird, wir denken nicht einmal darüber nach. Wir sind zuerst vor allem darum bemüht, die beste Lösung für jeden Einzelnen zu finden, für unsere Sangha ebenso wie für alle externen Gruppen. Es ist, als würden persönliche Interessen wegfallen, weil wir definitiv verstehen, dass wir alle im selben Boot sitzen.“ Über das Boot hat uns Jigme Rinpoche während seiner allerersten Unterweisung in Europa 1996/1997 über die Rolle des Lehrers im tibetischen Buddhismus berichtet. „Der Lehrer“, erklärte er uns, „ist wie der Kapitän eines Bootes. Zum Start am Ufer, versammelt er all jene, die zur großen Überfahrt aufbrechen wollen. Während der Reise führt er sie durch Stürme, Hurrikane, Riffe, Untiefen und Gefahren aller Art. Einmal am geheiligten Ufer angekommen, steigen alle aus, und der Lehrer macht sich wieder auf den Weg, allein in seinem Boot, um neue Reisende zu begrüßen.“ Fassungslos, brachen viele von uns in Tränen aus. Mehr als zwanzig Jahre später befinden wir uns mitten in der Überfahrt, und das nicht auf einem Kreuzfahrtschiff! Unser Glück ist, dass unsere Lehrer großartige Kapitäne sind. Ob Coronavirus oder nicht, sie sind da, um uns zu helfen, alle Kaps zu umrunden, und darunter, das Kap der Guten Hoffnung.

Vorbereitung auf die Sadhana-Praxis und Streaming – Ursula und Begonia platzieren den Thron von Seiner Eminenz Namkha Drimed Rabjam Rinpoche, Antje kümmert sich um die Kamera, jeder zählt seine oder ihre Akkumulationen. In allen Ländern – in unserer Gompa in der Schweiz und auch in Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Russland usw. Mehr als fünfzig Schülerinnen und Schüler folgten am ersten Wochenende, ohne dabei diejenigen zu vergessen, die ohne Anmeldung praktiziert haben!

Bis bald zur nächste Praxis und den nächsten Mini-Blog!

(*) um die Praxis live zu verfolgen, verbinde dich direkt und ohne jede Verpflichtung mit: https://www.facebook.com/ripa108

Eine Woche Ripa-Meditation in Stille: Glück!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Unsere Meditation” – die Ripa Awerness Meditation (R.A.M.) – die Rinpoche allmählich für uns entfaltet. Die spezifisch für unsere Linie, doch tief verbunden mit der buddhistischen Tradition ist, beginnt hier und da schon bekannter zu werden, aber insbesondere öffnet sie die Türen zur inneren Transformation. Ein Abenteuer ohne Grenzen.

Die Intensität und die Tiefe eines jedes Momentes

Wie Padmashambhava zu seiner Zeit und die großen Meister der Vergangenheit öffnet und entwickelt Rinpoche einen Weg für uns, indem er uns da beginnen lässt, wo wir sind: bei dem, was wir fühlen und erleben. Er leitet uns an, unterstützt uns, führt uns, bei der tiefen Erforschung unseres Körpers, dem Bewusstsein für unseren Sitz, unseren Rücken, unseren Kopf, unsere Arme, unsere Schultern, dann bei unserer Atmung, unseren Schritten, unserem Gehen, es ist eine ständige Unterstützung. Seine Stimme begleitet uns mit Kraft, Sanftheit und Überzeugung. Zugleich beruhigend, ermutigt sie uns, und hilft, unseren Widerstand fallen zu lassen, unsere versteckten Blockaden, unsere inneren Spannungen. Zusätzlich zu den gut vier Stunden täglicher Meditation in seiner Gegenwart, sind wir aufgefordert aufmerksam zu bleiben, in jedem Moment, in jeder Bewegung unseres Körpers, bei jedem Atemzug … Die Herausforderung liegt darin, konzentriert und offen zu sein für das, was uns umgibt. Präsent zu sein, auch beim geringsten Geräusch, bei jeden noch so subtilen Geruch, sogar wenn unsere Geschmacksknospen den Geschmack jedes einzelnen Bissen unserer Mahlzeiten identifizieren, so dass wir jede Sekunde intensiv und tief erleben … Kurz gesagt, wir sind eingeladen, all jene Gesten des täglichen Lebens im gegenwärtigen Moment zu erleben, die normalerweise so automatisch ablaufen, jene Gesten, die wir tausend und abertausend Mal ausführen, ohne auch nur an sie zu denken, da unser Geist oft schon woanders ist … Was für eine Übung!

Um diesen Zustand über die eigentlichen Meditationsperioden hinaus aufrechtzuerhalten, sind wir bemüht, mit vollem Bewusstsein und größter Aufmerksamkeit die täglichen Aufgaben im Zentrums zu verrichten, damit es angenehm und in einem gutem Zustand für das Wohlbefinden aller bleibt. Das Geschirr für die drei täglichen Mahlzeiten (wir sind hundertzwanzig Leute), die Reinigung des großen Speisesaals, der Gemeinschaftsräume, der Waschbecken und der Duschen, die Betreuung des Geschäfts, das Gießen der Pflanzen und die Pflege der Blumensträuße. Die Forderung nach Aufmerksamkeit, Fokus und Achtsamkeit ist permanent. Es genügt zu sagen, dass am Ende des Retreats die Rückkehr zur “Normalität” und zur Sprache beinah schmerzhaft ist. Nachdem unsere Nerven eine Zeit lang beruhigt waren, finden wir nun die unvermeidliche Aufregung und Geschäftigkeit des Alltags wieder. Sehr schnell verfallen wir erneut unserer großen gemeinsamen Sucht: reden, reden, reden … Das bestätigt nur, dass Schweigen so viel besser ist. Wie wir wissen, wird sich Rinpoche bald in ein persönliches Retreat begeben, es liegt nun an uns, unsere meditative Reise bis zu seiner Rückkehr fortzusetzen.

Eintauchen … Die Meditationssitzungen, die in den ersten Tagen zehn Minuten dauern, erreichen am Ende der Woche fünfundvierzig Minuten oder sogar mehr … Die Freude, zu entspannen und sich am Ende des Vormittags und des Nachmittags stehend wiederfinden … Rinpoche greift in den “Fragekasten”, der mit Fragen der Schüler gefüllt ist. Mit obligatorischem Schweigen werden alle Fragen schriftlich gestellt …

Die beste Art zu sitzen … jeder hat sein eigenes Kissen … nahezu flach … Halbmond voller Poesie … in der Höhe … schräg, aber nicht zu niedrig … oder direkt in einem Kokon …

Das Training künftiger Ausbilder geht weiter … beim Ripa Awerness Meditation Workshop mit Rinpoche … mit Lama Tenzin in unser geliebten und wunderschönen Gompa … oder beim Yogom mit Cynthia …

Fotoalbum … Stille am Buffet … das Retreat ist vorbei und der Speisesaal der erste Ort des Austauschs … die Blumensträuße werden täglich verwöhnt … die Reinigung erfolgt mit einem Lächeln … kein Schnee in diesem Jahr, aber majestätische Gebilde im Frost … und unser Zentrum ist immer großartig, egal bei welchem Wetter …


Falls nichts Unvorhergesehenes passiert, wird Rinpoche im Mai in der Schweiz eine letzte Unterweisung geben, bevor er sein persönliches Retreat beginnt. Die Daten sind noch nicht bekannt, deshalb ist es am besten, aufmerksam zu sein und sich schnell anzumelden, es werden viele Leute kommen!

Im Herzen der RIPA Meditation

Dezember 2018/ Januar 2019 – Jahresende in unserem Zentrum in der Schweiz

Ein neues Winter-Retreat in Meditation? Wir warten alle darauf. Während fünf Tagen wird das Zentrum alle verschiedenen Kulturen, Sprachen und Kontinente vereinen. Frohes Wiedersehen bestärkt uns in unserem Gefühl, in einer grossen Familie ohne Grenzen zu lernen.
 

Fern von Ruhelosigkeit und gut auf seinem Kissen sitzend

Unser gewöhnlicher Geist ist ohne Unterbruch in Bewegung, aufgewühlt, voller Unsicherheit und voller Emotionen. Unruhig, verwirrt, er öffnet die Türen zu Unsicherheit, Stress, Traurigkeit, Angst. Und das führt uns geradewegs zum Leiden. Intuitivwissen wir das und suchen nach einer Lösung. Deswegen sind wir wohl mehr als 150 Personen, die sich diesen Winter mit Rinpoche zusammenfinden, auf einem Kissen sitzend, bereit für das Abenteuer. Rinpoche erklärt uns:  « Während einiger Tage werden wir versuchen vollkommen im Hier zu sein, frei von allen Einschränkungen, Alltagsbeschäftigungen, frei von Turbulenzen und versuchen vollkommen offen zu sein, empfänglich, angenehm ». Dann, bevor wir mit unserer ersten Praxis beginnen, sagt er: « Stellt euch ein Sitzkissen vor, nur ein Kissen, das einen Körper benötigt, der sich darauf setzt. Dieser Körper muss atmen. Und dieser atmende Körper braucht einen Zustand der Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, den Zustand eines erwachten Geistes. Wir alle haben einen Körper, wir alle atmen und wir alle besitzen das Potential eines vollkommen achtsamen Geistes. Die Meditation ist folglich jedem von uns zugänglich, in jedem Moment. ». Immer wieder trainieren wir uns darin, eine gute Sitzhaltung zu erspüren, dasitzend mit gekreuzten Beinen, geradem Rücken, weit offenen Schultern…Dann lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem, auf die Atmung, um schlussendlich in die meditative Praxis einzutauchen…Und es funktioniert! Im Laufe der Tage hellen sich die Gesichter auf, leichter zeigt sich ein Lächeln auf den Gesichtern, alle wirken offener und eine sanfte, wohltuende Atmosphäre breitet sich aus. Es scheint, wir haben die Botschaft von Rinpoche empfangen, der uns ermutigt: « Entwickelt eine positive Haltung, generiert Freude in euren Herzen, sodass der Nutzen unserer Meditation zum Wohle aller fühlender Wesen sein möge und nicht nur für uns selbst ».
Und all dies in totaler Stille … Was für eine Erholung, was für eine Beruhigung und was für eine Erleichterung!

Fotolegenden: : Rinpoche wird gleich ankommen, wir erwarten ihn, mit Katags und offenem Herzen… ganze Tage lang in einem Saal zum Bersten voll… Während der Pausen, hier jeder hat seine eigene Art sich zu entspannen und zeigt  dabei überraschende Positionen… Lustig … Berührend … Barock… Vipassana Gehmeditation mit Vintage-Pantoffeln! … Vollkommene Stille, ja, aber mit Zärtlichkeit, Lächeln und Freude … Am letzten Tag: die Fragen, die Rinpoche erwarten füllen die Box… unmöglich alle zu beantworten!

Die zukünftigen RIPA Instruktoren bereiten sich vor

Wie kann einem so breiten Publikum wie möglich der Nutzen und die Tiefe der R.A.M ( Ripa Awareness Meditation) näher gebracht werden?
Wie kann sie allen zugänglich gemacht werden, einschliesslich absoluter Laien, die sich nicht mit dem Buddhismus verbunden fühlen?
Genau das setzt Jigme Rinpoche Schritt weise um, indem er die Ausbildung von zukünftigen Instruktoren dieser spezifischen Meditation erweitert. In der Tat, weshalb sind die Unterweisungen des Buddha, die 2600 Jahre alt sind, noch lebendig? Warum berühren sie uns so und weshalb helfen sie uns so? Der Grund dafür ist ganz einfach- sie sind universel und ihre Übertragungslinie wurde nie unterbrochen.
Darüber hinaus ist die Übermittlung, in unserer RIPA Übertragungslinie, gesichert durch einen authentischen Lehrer und eine authentische Linie. Es ist daher eine grosse Chance für unsere künftigen Instruktoren- auch eine grosse Verantwortung- diese Unterweisungen zu erhalten und später selbst weiterzugeben. Diesen Winter wurde das Training von ungefähr dreissig Leuten besucht, wobei auch einige neu dazu gekommen sind. Rinpoche legt grossen Wert auf einige Punkte: die eigene und tägliche Praxis ist unerlässlich. Er macht aufmerksam auf die Gefahr eines Ego „Trips“ und auf die Wichtigkeit, ehrlich und authentisch in seiner Praxis zu sein, in seiner Motivation und in seiner Intention.
Er besteht auf die Wichtigkeit dieser Gemeinschaft aus Instruktoren, die dabei ist zu entstehen, auf den gegenseitigen Respekt, die alle unter ihnen haben müssen, auf das gegenseitige Wohlwollen, denn, so sagt er, « diese Aspekte werden von den künftigen Schülern gefühlt werden ».

Bevor die Teilnehmer in der Zukunft Meditationen im Namen der RIPA Linie leiten werden, werden sie ein Zertifikat erhalten ( Akademische Ausbildung, Theorie und Bewertung der persönlichen Arbeit, praktisch verbrachte Zeit im Training, persönliche Praxis, etc. All dies wird ergänzt durch ethische Verhaltensregeln, die noch in Entwicklung sind).

Gleichzeitig hat Rinpoche Lama Tenzin damit beauftragt, das Training und die Unterweisungen bezüglich allem, was Dharmaseva betrifft, sicher zu stellen.
Diesmal wird der Schwerpunkt auf die „musikalischen“ Begleitung der Praxis-Rituale gelegt.

Fotolegenden: Rinpoche eröffnet die Session für die Instruktoren… Die Atmosphäre ist lernbegierig …Mit Momenten der Entspannung … Geneviève, verantwortlich für die R.A.M. Ausbildung unter der Führung von Rinpoche …Familienfoto am Ende der Session … Auf der Seite des Dharmaseva ist es Lama Tenzin, der die Ausbildung sicher stellt …Er erklärt… Gibt Instruktionen… Hört zu, um jedem dabei zu helfen, sich zu verbessern…Und noch ein Familienfoto um die Session abzuschliessen.

Getragen von einer internationalen Equipe, entfaltet sich unser Zentrum

Als echtes Schiff, das vor wenigen Jahren in offene See stach, wird unser Zentrum durch seine Bestimmung zur Offenheit bestätigt. Neben RIPA-Studenten aus allen Ländern, die sich zu unseren großen Sommer- und Winter-Retreats treffen, entscheiden sich immer mehr “Externe”-Gruppen für “uns”, um ihre Aktivitäten dort zu organisieren. Sie schätzen die Atmosphäre des Ortes, die Ruhe und Gelassenheit, die von ihm ausgeht. Sie sagen, dass die Energie, die sie fühlen, ihnen bei den Aktivitäten, für die sie gekommen sind, hilft. Die Ankunft von renommierten Persönlichkeiten wie Matthieu Ricard oder Alan Wallace zieht ein neues und zahlreiches Publikum an, das wiederum diesen Ort entdeckt, “wo man sich so wohl fühlt” und “wo man so gut empfangen wird”. So sehr, dass einige der Teilnehmer unseres letzten Retreats Rinpoche in diesem Winter zum ersten Mal trafen. Sie hatten das Zentrum zuerst durch eine andere Aktivität entdeckt.
Um der wachsenden Zahl von Gästen und Seminargruppen gerecht zu werden, die für einige Tage oder Wochen hier ihre Kurse halten, ist das Team des Zentrums vor Ort! Dynamisch, effizient, spiegelt es unsere RIPA-Community wider: offen, vielfältig und international. Begoña, die Direktorin, und Lluis, der Koch, sind Spanier. Antje, Leiterin der Hotellerie, ist Deutsche, kommt aber aus Frankreich, wo sie viele Jahre lang gelebt hat, Helen, die Begoña im Bereich des Marketing unterstützt, ist Schweizerin. Auf Seiten des Stammpersonals: Gabriela, aus der Schweiz, kommt vier Tage die Woche und übernimmt alles rund um die Unterkunft…. Und das ist eine riesige Aufgabe! Schließlich dürfen wir Vladimir und Sasha nicht vergessen, zwei Freiwillige, die regelmäßig aus Russland kommen und helfen…. Bei allem! Vom Frühstück und der Zubereitung der Mahlzeiten bis hin zur Aufteilung und Umgestaltung der Räume für die Aktivitäten der einzelnen Gruppen, man kann sie überall sehen! Sie alle sind ausnahmslos Schüler unserer RIPA-Meister und bringen menschliche Wärme, Freundschaft und Offenheit in ihre Kontakte zu den verschiedenen Seminargästen ein.
Nach und nach schafft sich das Zentrum eine Seele und einen Ruf ; in nur wenigen Jahren wird das Schiff seine Reisegeschwindigkeit erreicht haben.

 

 Fotolegenden: Das grosse Schiff, warm erleuchtet es die Winternächte, das ist unser Zentrum … Begoña, die Direktorin sichert dynamisch und bestimmt dessen Expansion und Ausstrahlung … Antje und Helen, rechte und linke Hand von Begoña… Alle sind non stop auf der Kommandobrücke … Lluis, grosser Chefkoch unserer Gerichte mit Marie, die regelmässig helfen kommt  … Gabriela, kümmert sich um die Lingerie und alles, was die Unterkunft betrifft …Vladimir et Sasha, treue Freiwillige von RIPA Russland … Die gesamte Equipe bewältigt eine unglaubliche Menge an Arbeit bis ins kleinste Detail… Bis zu dem Punkt, wo wir sogar eine festliche Tafel vorfinden am 1. Januar… Und für 150 Personen !

Fotoalbum

Fotolegenden: Die jüngeren Generationen folgen dem Retreat immer auf ihre eigene Weise…. nehmen auch an den gemeinsamen täglichen Aufgaben teil, wenn sie Lust dazu haben…. Immer treu auf seinem Posten, Laurent, klangliche Erinnerung an die Lehren… Dharma-Katze, schöne Katze! ….. Zukünftige Instruktoren beenden ihre Ausbildung mit einer “Party”. Wir singen, wir trinken ein wenig, aber guten Wein, wir lachen…. Und wir sagen uns: “Bis bald !” unter dem schelmischen Blick von Lama Tenzin und dem freundlichen Lächeln unserer Meister und des Dalai Lama.

 

Unsere internationale Gemeinschaft versammelt für ein grosses Sommer Retreat

Juli/August 2018 : Grosses RIPA Retreat in unserem Internationalen Zentrum in der Schweiz

Zurück in Europa nach einem einjährigen Retreat bietet uns Gyetrul Jigme Rinpoche eine schöne Wiedersehensmöglichkeit. Während drei Wochen findet unsere spirituelle internationale Gemeinschaft ihre drei Meister wieder vereint… 


Das Leben, der Tod und die Wiedergeburt aus buddhistischer Sicht

« Aus der Tiefe meiner Praxis heraus gab mir mein Retreat die Gelegenheit, an euch zu denken, für alle zu beten und noch mehr Disziplin zu entwickeln ». Auf diese Weise begegnet uns Gyetrul Jigme Rinpoche in der ersten Woche, als es um den Bardo des Todes geht. Er fügt hinzu: « Es gab mir auch ein tiefes Verständnis für den Unterschied zwischen Studium und Praxis. Die Erfahrung der Praxis ist tiefer, weil sie über Analyse, Denken und Interpretation hinausgeht. Du wirst frei, weil diese Erfahrung keine Grundlage für Festhalten oder Fixierung bietet. Wir werden frei von jeglichen Vorurteilen und Meinungen ». Und er fügt hinzu: “Wenn wir es mit unserer spirituellen Reise ernst meinen, sollten wir uns wirklich auf diese tiefe Erfahrung einlassen, um zu sehen, wie sehr die Praxis einen Unterschied macht….“.

Es steht hier außer Frage, es zu wagen eine ganze Woche außergewöhnlicher Belehrungen in wenigen Zeilen zusammenzufassen. Rinpoche selbst liess sich vom Bardo Thödöl – dem tibetischen Totenbuch– inspirieren, verfasst von Padmasambhava im 8. Jahrhundert, niedergeschrieben von Yeshe Tsogyal, wiederentdeckt von Karma Lingpa im 14. Jahrhundert, was von dieser tausendjährigen Weisheit aus Fernost zeugt. Die Einführung von Rinpoche gibt euch nur einen schnellen Überblick.: « Ich bin gerade aus Orissa (*) zurückgekehrt, wo ich mehrere ältere Menschen besuchte, die dem Tod nahe sind. Unter ihnen ist eine Dame, die ich seit meiner Kindheit kenne. Sie ist fast 90 Jahre alt und steht kurz vor ihrer Abreise. Ich war sehr überrascht, sie so bewusst und ruhig zu sehen. Sie erzählte mir, wie sehr sie keine Bindung mehr hatte, weder zu ihrer Familie noch zu ihren Kindern, noch zu ihrem Haus, noch zu ihrem Körper…. Sie ist sehr entspannt, völlig bereit zu gehen…. Und der Tod ist etwas Universales. Es ist also gut, diese Zeit des Todes und des Bardo zu verstehen, um uns vorzubereiten und anderen in dieser wichtigsten Zeit unseres Lebens, am Ende unseres Lebens, zu helfen ».

(* Staat der Indischen Föderation am Golf von Bengalen, wo sich eines der Klöster der RIPA-Linie befindet.)

Diashow 1 :

« Praktiken und Rituale werden von den Mönchen begleitet…. Darbringungen unserer Meister und Lamas an S.E. Namkha Rinpoche am Ende des Retreats… Dann erhält jeder von uns einen Segen…. Die Tormas der Rituale werden alle von den Mönchen vorbereitet, ein echtes Kunstwerk… Wie kann man seinen Zen gut einsetzen? Lern-Session… Atmosphäre, Atmosphäre: Kerze, Glocke und Dorjee… Wie üblich führen Kinder ihr Leben selbstständig, gestreichelt von der Energie der Meister, Praktiken und Rituale…..

Die Lingdrö Tänze in Verbindung mit Gesar von Ling…

Die zweite Woche führt uns zu Yeshe Tsogyals Drupchö (Great Accomplishment / Große Leistung in Tibetisch). Ein Drupchö ist eine der aufwändigsten Formen der Vajrayana-Praxis. Es ist eine außergewöhnliche Gelegenheit selbst mit Körper, Sprache und Geist in die spirituelle Erfahrung einzutauchen. Wir haben dieses Drupchö seit einigen Jahren entdeckt und vertieft. Und es eröffnet uns ein unbegrenztes Feld, um auf die Erfahrung zuzugreifen, von der Rinpoche spricht. Die letzte Woche wird für ein weiteres Drupchö, das von Hayagriva, reserviert sein. Eine große Entdeckung für viele von uns – zumal er eine zornvolle Gottheit ist…. Ein unbegrenztes Feld der Praxis und Erfahrung. In diesem Jahr wird das ganze Retreat mit Tänzen bereichert: Lingdrö-Tänze und heilige Tänze. Lama Tenzin präsentiert die ersten Tänze: « Ling ist alles, was sich auf König Gesar von Ling bezieht, und Drö bedeutet Tanz“, fügt er hinzu: “Wenn niemand den Ursprung der Melodien kennt, sind wir sicher, dass die Gedichte von Ju Mipham Rinpoche im 19. Jahrhundert verfasst wurden. Und alles, was Mipham geschaffen und geschrieben hat, basiert auf Fakten aus der früheren tibetischen Geschichte wie der von König Gesar von Ling. In den Tagen von Gesar wurde jeder Sieg mit Tänzen, Bogenschießen usw. gefeiert. Damals waren Singen, Tanzen und Feiern Teil der Ereignisse des Lebens“….”. Die Lingdrö-Tänze haben insgesamt etwa fünfzehn Kapitel. Der erste ist ein Tanz der Opfergaben für den Guru, den Yidam, die Dakini, die Beschützer des Dharma, für Gesar selbst und seine eigenen Beschützer. In einem weiteren Kapitel lädt der Tanz Gesar und alle männlichen Gottheiten ein, zu kommen und den Ort zu segnen, anderswo sind alle weiblichen Gottheiten eingeladen, etc. Das erste Kapitel ist zum Beispiel ein Angebot an die Gottheiten der Weisheit, also tanzen wir mit einer Kata ». Namkha Rinpoche hatte uns in der Vergangenheit diesen grundlegenden Aspekt der Lingdrö-Tänze wie folgt vorgestellt: « Diese Tänze sind mit den erwachten Aktivitäten von König Gesar verbunden…. Es sind keine gewöhnlichen Tänze… Es sind Übungen, die uns helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden, denen wir auf dem Weg des Erwachens gegenüberstehen, sie unterstützen uns in unserem Fortschritt ».

Diashow 2 :

« Die tibetische Gemeinschaft in der Schweiz ist immer noch beteiligt. Als sie kommt, um den Segen der Meister zu empfangen, bietet sie uns diese Lingdrö-Tänze an. Der Tag der Feierlichkeiten wird mehr als dreihundert Menschen zusammenbringen…. die Tänze von Frauen und Männern antworten sich gegenseitig…. Moment des Wartens mit den Kindern vor dem “Betreten der Bühne”….”. König Gesar” ist bereit… Lama Tenzin auch… Und wie immer sind die Kinder beschäftigt, was sie nicht daran hindert, die “Show” zu bewundern ».

…. Und die “Cham”-Tänze, Manifestationen des Heiligen….

Beim Feiern eines Drupchö entstehen Hindernisse, die durch negative Geister geschaffen werden, und Gottheiten, die durch schreckliche Masken dargestellt werden, beseitigen Hindernisse und negative Energien. Eines der Ziele dieser Tradition heiliger Tänze ist es, sie abzuwehren. Weibliche und männliche Gottheiten sind vertreten. Aber der große Unterschied zwischen den Lingdrö- und den “Cham”-Tänzen besteht darin, dass erstere als Tänze dieser Welt betrachtet werden, während letztere die Tänze der Gottheiten der Weisheit selbst sind. Alles steht in direktem Zusammenhang mit dem Dharma, sie sind auch definiert als Tänze der Befreiung durch das Sehen. Wir sprechen hier nicht von einer endgültigen Befreiung, sondern von einer momentanen Befreiung: Der Anblick reduziert die Auswirkungen unserer negativen Emotionen und befreit uns für kurze Zeit von der Gewissheit, dass das, was wir sehen, Realität ist, wenn es sich nur um eine illusorische Erscheinung handelt. Alles manifestiert sich anders und es entsteht eine subtile Beziehung zwischen dem Praktizierenden und der Gottheit. Es wird gesagt, dass der Cham große Macht in sich selbst hat, es wird gesagt, dass das Tanzen der Cham der beste Weg ist, um insbesondere den Körper zu reinigen. Die heiligen Tänze, die wir jeden Abend während Hayagrivas Drupchö besuchen, stehen in der Tradition von Taksham und Pema Lingpa. Und diejenigen, die diese Tänze besucht haben, werden Ihnen unter anderem sagen, wie beeindruckend Lhuntrul Rinpoche zu Dörje Drolö geworden ist. An anderen Abenden entfalten sich die weiblichen und männlichen Gottheiten und schwängern uns mit einer anderen Energie. Alle diese Tänze werden bemerkenswert von den Mönchen aufgeführt, die extra aus den RIPA-Klöster gekommen sind.

Diashow 3 :

« Beeindruckende Tänze… Schreckliche Masken… Einige von uns erhalten einen echten Schock… Wir werden von den Bewegungen mitgerissen… Und wir können uns sogar selbst überraschen, indem wir im Inneren “tanzen”, ohne uns zu bewegen ».

Glückliche Mönche!

Diashow 4  :

Familienfoto am Ende des Retreats…. Ausflugstag in die Schweizer Berge… Eine kurze Pause am Tag… Lama Tenzin filmt das Schwimmen… Einer der jungen Mönche mag wirklich Kühe und sie ihn auch…. Mittagessen im Freien. Auf der Speisekarte: Spiegeleier und Rösti, dieses schweizerdeutsche Nationalgericht aus geriebenen Kartoffeln mit Zwiebeln…. Die Abreise naht, man muss packen. Die Masken der heiligen Tänze sind gepackt, die Texte des Drupchö in einem schweren Koffer gruppiert…. All dieses Gepäck wird die Mönche nach Moskau und Kalmykien begleiten, wo zwei weitere Drupchö unter der Leitung von Lhuntrul Rinpoche geplant sind….

Fotoalbum

Diashow 5  :

« Lingdrö-Tänze sind auch ein Festtag für alle…. Im Zentrum gibt es viele gute Orte für eine Mittagspause…. Die Schüler bieten Tänze, Lieder, Sketche an, …. Und sogar ein sehr fröhlicher kollektiver Tanz… Karma Shedup schätzt die Qualität von Laurents Soundsystem…. Und trainiert Carlo in der Subtilität des Spiels und der Weichheit der Finger… Die Mönche sind an den Fotos von Michèle Z interessiert…. Alle Kinder sind hier offensichtlich glücklich, die Aktivitäten fehlen nicht, die Ideen auch nicht »

Wir sehen uns bald für einen weiteren Blog.

Er ist zurückgekehrt

Nepal, Mai – Juni 2018 Ende des Jahres- Retreats von Gyetrul Jigme Rinpoche