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Kommunikation digital und bald … von Geist zu Geist…

Mai 2020 – Letzter Corona-Sonderblog

Gemeinsame Praxis per Zoom, RAM Meditationen, die überraschende Belehrung von Jigme Rinpoche aus Indien … die Corona-Einschränkungen haben die Kommunikation mithilfe von Technologie in unser Sangha integriert, darüber sind wir froh … Wer weiß, vielleicht können wir schon bald auch ohne Technologie, nur durch unsere Praxis, auf Distanz kommunizieren.


Die Buddhas weisen den Weg zum Licht und heraus aus dem Lockdown

Gyetrul Jigme Rinpoche spricht aus Indien zu uns (*)

Am Donnerstag, dem 7. Mai, spricht Rinpoche zu uns. Und obwohl er aufgrund der Übertragungsqualität manchmal schwer zu verstehen ist, kleben wir an unseren Bildschirmen, egal, in welcher Zeitzone wir uns gerade befinden. Während er spricht, kommen kleine fröhliche und warme Botschaften aus aller Welt: Europa mit Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Spanien, Frankreich – einschließlich dem Elsass! Aus Russland kommen Botschaften sogar aus Sibirien und Burjatien. Auch aus Amerika, und schließlich aus Asien mit Nepal, Indien und Bhutan und sogar aus Australien. Diese unerwartete Begegnung mit Rinpoche ist eine wahre Freude, die Energien fließen, auch durch das Gebell der Hunde hindurch, und wir bekommen alle wieder neuen Schwung. Die Intensität des Treffens, der Schock im Herzen, darum drehen sich all unsere Telefongespräche nachdem Rinpoche von unseren Bildschirmen verschwunden ist. Was sagt uns Rinpoche? Er erinnert uns an die Unvermeidbarkeit von Interdependenz und Vergänglichkeit: “Die Quelle, die Wurzel, der Ursprung dieser Pandemie, die uns alle gerade erschüttert, ist das Gesetz der Kausalität … Dieses Gesetz zu verstehen, die gegenseitige Abhängigkeit zu verstehen, hilft uns dabei, einen besseren, gesünderen, ausgewogeneren Lebensstil zu finden, mit einem gesünderen Körper und einem glücklichen Geist … Obwohl diese Pandemie ein Unglück ist, gibt sie uns auch die große Chance, wirklich zu verstehen, wie sehr wir alle miteinander verbunden und voneinander abhängig sind.” Rinpoche erinnert uns auch daran, wie wichtig es ist, Güte und Mitgefühl in uns zu entwickeln: “Wir können nicht verhindern, dass die Vergänglichkeit sich verändert, während wir, wenn wir ein Verständnis für Freundlichkeit und Mitgefühl entwickeln, mit dem Strom schwimmen können. […] Nichts anderes als liebevolle Güte und Mitgefühl kann uns heilen. Wir brauchen es, zu Hause, in der Gemeinschaft, in der Gesellschaft. Und wir alle müssen es auch tief in uns selbst haben.” Was ist mit dem Sinn des Lebens? “Letztendlich denke ich, dass diese Vergänglichkeit eine wunderbare Lektion ist, denn sie ist eine Lektion, die sich nicht vermeiden lässt. Wir haben keine Wahl. Es ist unmöglich, der Vergänglichkeit nicht zu begegnen. Wie können wir also dem Leben in dieser Vergänglichkeit einen Sinn geben? Nicht durch Wut, nicht durch Frustration, nicht durch übermäßigen Stress. Aber durch das Verständnis liebevoller Güte, wohlwollender Freundlichkeit und Mitgefühl.”

(*) die vollständige Belehrung von Rinpoche gibt es schriftlich hier : http://ripa-international.com/wp-content/uploads/2020/05/GYETRUL-JIGME-RINPOCHE.docx

und auf YouTube unter dem Link (~ 1 Stunde): https://www.youtube.com/watch?v=TZ69_yQnSH8

Die wöchentlichen RAM Meditationen per Zoom

Die wöchentlichen Meditationstreffen unserer Linie (Ripa Awareness Meditation), die nach dem Beginn der Einschränkungen schnell online eingerichtet wurden und von Geneviève geleitet werden, sind sehr erfolgreich. Meditierende aus der ganzen Welt nehmen daran teil, Ripa-Schüler wie auch Menschen von außerhalb der Linie. Und das Feedback darüber spiegelt gut die Stimmung bei diesen Treffen wider: “Es ist großartig, diese warme Atmosphäre zu spüren.” … “Wir befinden uns in einer Umgebung, in der wir uns wohl fühlen.” … “Wir fühlen uns so vertraut miteinander, dass wir ganz natürlich und ohne Zögern unsere Fragen stellen können.” … “Es ist, als wäre man als Familie zusammen, man fühlt sich einander wirklich nah.” Alle sind sich einig, dass die Atmosphäre der Treffen sehr fröhlich und lebhaft ist, dass sie aber gleichzeitig eine Arbeit mit tiefer Meditation und guter Konzentration bieten. Und alle sind froh, so auch während der Einschränkungen miteinander in Kontakt zu kommen und die Verbundenheit zueinander spüren zu können.

Im Zentrum: Streaming, Praxistexte, Gartenarbeit und Renovierungen

Wie wir alle wissen, wird seit Beginn der Corona-Krise unser eingeschränkter Alltag durch das Streaming der Praxis begleitet, bei der jeder dabei sein kann. Wir können also täglich morgens und abends gemeinsam praktizieren, auch können wir zusammen die Sangye Menla-Puja -Medizinbuddha- jeden Samstag um 17 Uhr und Guru Rinpoche-Puja jeden Sonntag um 17 Uhr machen. Das Ziel ist vor allem, gemeinsam zu praktizieren, da die Aussicht ungewiss ist, wann wir wieder als Sangha und mit unseren Lehrern vor Ort zusammenkommen können. Es geht aber auch darum, das Band der RIPA-Gemeinschaft zwischen allen lebendig zu halten. Das Team des Zentrums denkt zudem darüber nach, die regelmäßige Streaming-Praxis an den Tsok-Tagen von Sangye Menla, Yeshe Tsogyal, Guru Rinpoche und Gesar Ling beizubehalten. Sollte das Projekt zustande kommen, werdet ihr rechtzeitig darüber informiert. Unsere treuen Mitarbeiter des Zentrums arbeiten im Garten, das Projekt der Permakultur wird vorangetrieben und vor kurzem fand ein Gartenwochenende statt. Sie halten das Zentrum weiterhin in einem sehr gutem Zustand: Reinigung, Schutz unbelegter Betten vor Staub und Instandhaltungsarbeiten … es ist alles dabei. Wenn wir zurückkommen, wird unser Zentrum blitzblank und picco bello sein. Und das Tüpfelchen auf dem «i»: die Leihtexte für alle Pujas wurden sortiert, neu geordnet und gebunden … in allen Sprachen!

Eure Blumen und eine Überraschung

Der traditionelle Tausch von Maiglöckchen am 1. Mai, der schon einige Zeit zurückliegt, war Anlass für zahlreiche Blumengrüsse, hier einige Fotos davon. Dazu die großartigen Fotos von unserem Zentrum in Blütenpracht, plus ein Überraschungsfoto aus Malaga.

 


Wir sehen uns bald wieder “daheim”.

Dharma und Praxis in dieser Zeit der Einschränkungen

April 2020

Seit mehreren Wochen durch die Isolation eingeschränkt, lädt uns der unterbrochene Alltag umso mehr zum intensiven Praktizieren ein. Das Band, das uns mit unseren Lehrern verbindet, ist so stark, dass es uns eine unglaubliche Kraft verleiht, durch diese unruhigen Zeiten gut verankert auf dem Pfad des Dharma zu gehen.


Guru Rinpoche aus Kristall

Unsere regelmäßigen und nachhaltigen Praktiken

Aufgrund der Botschaften unserer Lehrer und der Lung-Übertragungen, die uns Seine Eminenz Namkha Drimed Rabjam Rinpoche im März aus Nepal übermittelte, haben wir endgültig verstanden, dass diese Pandemie eine schmerzhafte Mahnung ist, zum Wohle aller Lebewesen zu praktizieren, ohne Ausnahme. Während der Übertragung im März, erinnerte uns Namkha Rinpoche auch daran: “Da ist niemand, der größer ist, als Guru Rinpoche“, und er fügte hinzu: “Eine seiner bekanntesten Manifestationen ist Guru Dorje Drollö, bekannt für seine Kräfte gegen Hindernisse. In dieser Praxis nimmt er eine andere Form an, die von Guru Drakpö, die unter den gegenwärtigen Umständen geeigneter ist … Ist man in der Lage, diese Sadhanas mit Glauben und Überzeugung zu praktizieren, vertraue ich darauf, dass es für Euch sehr vorteilhaft sein wird“. Daher sichert das von unserem Zentrum in der Schweiz organisierte Streaming der Praxis „die Fortführung“ von Rinpoches Botschaft, uns auf dem Weg zu begleiten, uns zu unterstützen, uns zu ermutigen und uns zusammenzubringen. Viele äußern ihre Zufriedenheit und danken dem Zentrum herzlich für diese Initiative. Einer von uns drückt es so aus: „Sogar eingesperrt, jeder isoliert in seiner Ecke, sind wir nicht mehr allein, wir sind alle zusammen, und es ist eine große Unterstützung.“

Einer unserer schönen persönlichen Hausaltäre … Wir folgen der gestreamten Praxis … In ihrem Garten offeriert Martine Lingdrö-Tänze … Rita vertieft sich in die Verwirklichung eines herrlichen Tangka … Hélène, in bester Form, schickt uns ihr Lächeln und teilt mit uns ihre gute Laune…

Isolation, eine wertvolle Erfahrung

Die durch die nationalen Abriegelungen erzwungene Isolierung war zu Beginn nicht unbedingt eine gute Erfahrung. Die Plötzlichkeit und Härte überraschte mehr als nur einen, und einige erlebten Momente der Traurigkeit und sogar der Beklemmung. Sehr schnell jedoch kamen die positiven Aspekte zum Vorschein. Einige von uns beschreiben diese Erfahrungen so: “Die Einschränkungen drängen uns zum Praktizieren … Durch das Streamen [der Praxis] kommen wir gemeinsam wieder auf den Weg … Wir werden von einer Kraft getragen, die größer ist als wir selbst … Das Praktizieren mit dem Zentrum ist für mich sehr positiv … Diese Situation drängt uns dazu, uns wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren … Letztendlich ist es sehr positiv, es ist ein wertvolles Angebot, das zu uns kommt und uns höher trägt … Die Zeit fühlt sich nicht mehr gleich an, sie scheint wie gedehnt, aufgehoben und trotzdem haben wir keine Zeit, uns zu langweilen … Seltsamerweise fühlen wir keine Frustration, wir fühlen nicht, dass uns irgendetwas genommen wurde … Wir fühlen uns einander so nahe…”. Einige widmen ihre Praxis speziell dem Pflegepersonal, die zu wahren Kämpfern wurden, um Leben zu retten, andere arbeiten daran, das Herz zu öffnen, indem sie lange Meditationssitzungen durchführen. Aber unsere gemeinsame Erfahrung ist das Bewusstsein der Vergänglichkeit, es ist greifbar, jeder erlebt es in der Tiefe des eigenen Seins.

Die Umgebung unserer Praxis: Dharma-Katze, nette Katze … Vogelbabies, die direkt neben dem Altar eines unserer Freunde geboren wurden … Austausch von gastronomischen Ideen … In Frankreich können sogar Weine zum “Gewissen!” werden … In Belgien muss Rita nur die Straße überqueren, um ihr Gemüse vom Bauernhof im Nachbarhaus zu kaufen … In der Region von Paris, in einem Garten in der Nähe von Sylvies Haus, grüsst ein Pandemie-Exorzist   …

Im Zentrum geht’s weiter

Vor Ort setzt unser Dream-Team seine Aktivitäten fort, und die folgenden Fotos repräsentieren bei weitem nicht alles, was vor sich geht und was vorbereitet wird. Da alle Seminare aufgrund der Einschränkungen in der Schweiz abgesagt wurden, werden die Aktivitäten aus der Ferne fortgesetzt und die ursprünglich vorgesehenen Referenten halten kurze Meditationen und Teachings nun per Streaming. Die Bedeutung des Zentrums erkennend, unterstützen sie es, so gut sie können. Carlo kümmert sich um die Aufstellung einer neuen Buddhastatue, unser kleiner historischer Buddha wurde auf einen neuen Steinsockel gehoben, neue Meditationsbänke gestrichen und die Ripa-Boutique ist fast fertig. Gabriela gibt der Präsentation der Objekte, die sie für uns aus Nepal mitgebracht hat, den letzten Schliff. Wir werden erwartet. Ganz sicher.

Der neue Buddha … Unser kleiner historischer Buddha, der seit 2012 hier ist … Ursula und Carlo fügen eine Farbschicht hinzu … Eindrücke aus dem neu sortierten Laden …

Eure Postkarten

Tausend Dank für all die Fotos, dir ihr geschickt habt, und tausend Entschuldigungen an diejenigen, die ihre in diesem Blog nicht finden werden. Es war technisch unmöglich, sie in ihrer Gesamtheit einzufügen. Die Folgenden spiegeln die Vielfalt all derer wider, die ihr geschickt habt, ihr steckt voller Ideen. Ihr habt uns einen Überblick über die Tiere gegeben, die eure Praxis begleiten, eure gastronomischen Ideen vorgeschlagen … Hier offeriert ihr die Blumen in euren Gärten. Und diese letzten Fotos, die sich zum Himmel öffnen, zum Unendlichen, die uns den Weg zu weisen scheinen, zu dem unsere Praxis führt … Welch eine Freude! Alle eure Postkarten zeigen, wie lebendig, phantasievoll, humorvoll und verbunden unsere RIPA-Gemeinschaft ist. Ein echtes Geschenk des Dharma!

Eure Blumen … Eure Himmel: vom Mittelmeer bis Frankreich … von Brüssel … von Paris … von Vigo in Spanien an der Atlantikküste … aus dem Zentrum in Deutschland, wo Katharina lebt …

Vielen Dank für Eure Teilnahme und bis bald –

Aufruf zu einer ausserordentlichen Spende COVID-19

Da unser Zentrum bis auf Weiteres geschlossen ist, könnt Ihr es in dieser Zeit unterstützen, um die kommenden Aktivitäten zu planen und um die Rückkehr unserer Meister wie auch die Eurige, vorzubereiten! Eure Spenden, auch kleine, sind willkommen.

Donation

Ein herzliches Dankeschön im voraus an Euch alle und …. bis bald!

Im RIC geht die Arbeit und das Leben in schöner Atmosphäre weiter

März 2020

Eingeschlossen wie alle anderen RIPA-Studenten und wie die Hälfte der 7,8 Milliarden Einwohner, die unseren Planeten bewohnen, kümmern sich unsere Freunde, dauerhaft und freiwillig, um unser Zentrum in der Schweiz. Ihrem Beruf treu, bereiten sie aktiv unsere Rückkehr vor.

Anpassung und Vorbereitung auf die Zukunft

Keine externen Gruppen mehr, keine gewöhnlichen Aktivitäten, keine Wochenendbuchungen von tibetische oder andere Gruppen … Das Zentrum ist geschlossen und gezwungen, seine Gewohnheiten zu ändern. Doch unser Schiff passt sich an. Die Arbeit geht weiter, effizient und nachhaltig, denn die Last des administrativen Teils bleibt schwer: Es ist notwendig, die Termine der angemeldeten Gruppen zu verschieben, Reservierungen zu stornieren und neue Optionen für die Zukunft zu schaffen … Begonia, Antje und Helen verbringen die meisten ihrer Tage vor dem Computer und am Telefon. Da keine Gelder mehr fließen und Rückzahlungen vorgenommen werden müssen, wurden die Kosten auf das strikte Minimum reduziert. Umso mehr, da auch unsere Sangha, nach den Absagen der Treffen von Lhuntrul Rinpoche und Jigme Rinpoche, für die es sehr viele Anmeldungen gab, ein Loch im Budget hinterlässt. Lluis, der Koch, ist vor Ort, aber arbeitslos, und dennoch ist er eine große Hilfe. Carlo und Ursula, die seit einiger Zeit als Volontäre aushelfen, leisten wunderbare Arbeit, zusammen mit Theresa. Gabriela, Nadya und ein paar andere kommen regelmäßig, um im Garten zu arbeiten. Natürlich ohne Umarmungen, ohne Körperkontakt und wir halten einen respektvollen Abstand zueinander … Aber die Moral ist gut. In diesen unruhigen Zeiten war der Geist der Sangha noch nie so präsent, so kraftvoll, so unterstützend.

 

 

Im Büro – Software, Dokumente, Listen. Begonia, Antje und Helen jonglieren mit allen Informationsquellen, ohne die kleinen gekritzelten Notizen, die Post-its und andere “Erinnerungen” zu vergessen … Auf den Feldern – Auch in der Schweiz sind die Geschäfte geschlossen, einschließlich der Blumenläden. Zum Glück hat Gabriela im Herbst Narzissen gepflanzt. Sie finden ihren schönsten Platz auf dem Altar in der Opferschale. Und beim Tsok schmücken die ersten Primeln, vor dem Gompa geplückt, die Teller der Lehrer … Im Zentrum – nun ist etwas mehr Zeit, um einige “Aufgaben” zu erledigen: das Bügeln der Berge von Katas, die sich während der Retreats angesammelt haben … Vorbereitung und Klassifizierung der während der Übungen ausgeliehenen Texte, geordnet nach allen Sprachen … Dank Carlo und Ursula wird das Zentrum endlich mit wunderschönen Orientierungstafeln geschmückt, die mit Kunst und Sorgfalt vollständig “von Hand” hergestellt wurden … Gabriela – arbeitslos – packt Lieferungen von Einkäufen aus, die sie erst vor vier Wochen in Nepal für den Shop des Zentrum tätigte.

Das Streaming der Sadhana-Praxis über Facebook und das Internet wurde ein großer Erfolg

Der erste Versuch fand am 21. und 22. März statt, und es geht weiter (*). Gerade in unruhigen Zeiten, wie wir sie heute durchleben, erhalten die Lehren ihre volle Bedeutung und Aussagekraft. Und die Begriffe, mit denen uns Begonia über das Leben und die Praxis im Zentrum erzählt, werden bestätigt durch unser aller Zeugnisse: “Wir sind völlig eingetaucht in die Erfahrung von Vergänglichkeit, Solidarität, Altruismus, Offenheit des Herzens, in all das, was unsere Meister uns lehren, und der Praktiken, in die sie uns einbeziehen “…”Auch wenn es sich aus finanzieller Sicht für das Zentrum als schwierig erweisen wird, wir denken nicht einmal darüber nach. Wir sind zuerst vor allem darum bemüht, die beste Lösung für jeden Einzelnen zu finden, für unsere Sangha ebenso wie für alle externen Gruppen. Es ist, als würden persönliche Interessen wegfallen, weil wir definitiv verstehen, dass wir alle im selben Boot sitzen.“ Über das Boot hat uns Jigme Rinpoche während seiner allerersten Unterweisung in Europa 1996/1997 über die Rolle des Lehrers im tibetischen Buddhismus berichtet. „Der Lehrer“, erklärte er uns, „ist wie der Kapitän eines Bootes. Zum Start am Ufer, versammelt er all jene, die zur großen Überfahrt aufbrechen wollen. Während der Reise führt er sie durch Stürme, Hurrikane, Riffe, Untiefen und Gefahren aller Art. Einmal am geheiligten Ufer angekommen, steigen alle aus, und der Lehrer macht sich wieder auf den Weg, allein in seinem Boot, um neue Reisende zu begrüßen.“ Fassungslos, brachen viele von uns in Tränen aus. Mehr als zwanzig Jahre später befinden wir uns mitten in der Überfahrt, und das nicht auf einem Kreuzfahrtschiff! Unser Glück ist, dass unsere Lehrer großartige Kapitäne sind. Ob Coronavirus oder nicht, sie sind da, um uns zu helfen, alle Kaps zu umrunden, und darunter, das Kap der Guten Hoffnung.

 

 

Vorbereitung auf die Sadhana-Praxis und Streaming – Ursula und Begonia platzieren den Thron von Seiner Eminenz Namkha Drimed Rabjam Rinpoche, Antje kümmert sich um die Kamera, jeder zählt seine oder ihre Akkumulationen. In allen Ländern – in unserer Gompa in der Schweiz und auch in Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Russland usw. Mehr als fünfzig Schülerinnen und Schüler folgten am ersten Wochenende, ohne dabei diejenigen zu vergessen, die ohne Anmeldung praktiziert haben!

Bis bald zur nächste Praxis und den nächsten Mini-Blog!

(*) um die Praxis live zu verfolgen, verbinde dich direkt und ohne jede Verpflichtung mit: https://www.facebook.com/ripa108

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 DAS ZENTRUM UNTERSTÜTZEN

Wenn Ihr in diesen schwierigen Zeiten das Zentrum unterstützen möchtet, könnt Ihr entweder Ripa-Unterstützer werden oder eine einmalige Spende leisten und das auf diesem Formular angegebene Bankkonto benutzen: RSP_Form_DE

Eine Woche Ripa-Meditation in Stille: Glück!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Unsere Meditation” – die Ripa Awerness Meditation (R.A.M.) – die Rinpoche allmählich für uns entfaltet. Die spezifisch für unsere Linie, doch tief verbunden mit der buddhistischen Tradition ist, beginnt hier und da schon bekannter zu werden, aber insbesondere öffnet sie die Türen zur inneren Transformation. Ein Abenteuer ohne Grenzen.

Die Intensität und die Tiefe eines jedes Momentes

Wie Padmashambhava zu seiner Zeit und die großen Meister der Vergangenheit öffnet und entwickelt Rinpoche einen Weg für uns, indem er uns da beginnen lässt, wo wir sind: bei dem, was wir fühlen und erleben. Er leitet uns an, unterstützt uns, führt uns, bei der tiefen Erforschung unseres Körpers, dem Bewusstsein für unseren Sitz, unseren Rücken, unseren Kopf, unsere Arme, unsere Schultern, dann bei unserer Atmung, unseren Schritten, unserem Gehen, es ist eine ständige Unterstützung. Seine Stimme begleitet uns mit Kraft, Sanftheit und Überzeugung. Zugleich beruhigend, ermutigt sie uns, und hilft, unseren Widerstand fallen zu lassen, unsere versteckten Blockaden, unsere inneren Spannungen. Zusätzlich zu den gut vier Stunden täglicher Meditation in seiner Gegenwart, sind wir aufgefordert aufmerksam zu bleiben, in jedem Moment, in jeder Bewegung unseres Körpers, bei jedem Atemzug … Die Herausforderung liegt darin, konzentriert und offen zu sein für das, was uns umgibt. Präsent zu sein, auch beim geringsten Geräusch, bei jeden noch so subtilen Geruch, sogar wenn unsere Geschmacksknospen den Geschmack jedes einzelnen Bissen unserer Mahlzeiten identifizieren, so dass wir jede Sekunde intensiv und tief erleben … Kurz gesagt, wir sind eingeladen, all jene Gesten des täglichen Lebens im gegenwärtigen Moment zu erleben, die normalerweise so automatisch ablaufen, jene Gesten, die wir tausend und abertausend Mal ausführen, ohne auch nur an sie zu denken, da unser Geist oft schon woanders ist … Was für eine Übung!

Um diesen Zustand über die eigentlichen Meditationsperioden hinaus aufrechtzuerhalten, sind wir bemüht, mit vollem Bewusstsein und größter Aufmerksamkeit die täglichen Aufgaben im Zentrums zu verrichten, damit es angenehm und in einem gutem Zustand für das Wohlbefinden aller bleibt. Das Geschirr für die drei täglichen Mahlzeiten (wir sind hundertzwanzig Leute), die Reinigung des großen Speisesaals, der Gemeinschaftsräume, der Waschbecken und der Duschen, die Betreuung des Geschäfts, das Gießen der Pflanzen und die Pflege der Blumensträuße. Die Forderung nach Aufmerksamkeit, Fokus und Achtsamkeit ist permanent. Es genügt zu sagen, dass am Ende des Retreats die Rückkehr zur “Normalität” und zur Sprache beinah schmerzhaft ist. Nachdem unsere Nerven eine Zeit lang beruhigt waren, finden wir nun die unvermeidliche Aufregung und Geschäftigkeit des Alltags wieder. Sehr schnell verfallen wir erneut unserer großen gemeinsamen Sucht: reden, reden, reden … Das bestätigt nur, dass Schweigen so viel besser ist. Wie wir wissen, wird sich Rinpoche bald in ein persönliches Retreat begeben, es liegt nun an uns, unsere meditative Reise bis zu seiner Rückkehr fortzusetzen.

Eintauchen … Die Meditationssitzungen, die in den ersten Tagen zehn Minuten dauern, erreichen am Ende der Woche fünfundvierzig Minuten oder sogar mehr … Die Freude, zu entspannen und sich am Ende des Vormittags und des Nachmittags stehend wiederfinden … Rinpoche greift in den “Fragekasten”, der mit Fragen der Schüler gefüllt ist. Mit obligatorischem Schweigen werden alle Fragen schriftlich gestellt …

Die beste Art zu sitzen … jeder hat sein eigenes Kissen … nahezu flach … Halbmond voller Poesie … in der Höhe … schräg, aber nicht zu niedrig … oder direkt in einem Kokon …

Das Training künftiger Ausbilder geht weiter … beim Ripa Awerness Meditation Workshop mit Rinpoche … mit Lama Tenzin in unser geliebten und wunderschönen Gompa … oder beim Yogom mit Cynthia …

Fotoalbum … Stille am Buffet … das Retreat ist vorbei und der Speisesaal der erste Ort des Austauschs … die Blumensträuße werden täglich verwöhnt … die Reinigung erfolgt mit einem Lächeln … kein Schnee in diesem Jahr, aber majestätische Gebilde im Frost … und unser Zentrum ist immer großartig, egal bei welchem Wetter …


Falls nichts Unvorhergesehenes passiert, wird Rinpoche im Mai in der Schweiz eine letzte Unterweisung geben, bevor er sein persönliches Retreat beginnt. Die Daten sind noch nicht bekannt, deshalb ist es am besten, aufmerksam zu sein und sich schnell anzumelden, es werden viele Leute kommen!

Eine großartige Reise und ein unvergessliches Hayagriva Drupchö

Man könnte sagen, dass diese zweite Reise nach Burjatien unter dem Schutz von Hayagriva stattfand. Die Natur zeigte ihre zornvollen Aspekte, wir durchliefen einige “hayagriveske” Episoden, und wir erhielten Regenfälle von Segnungen…. Ein schönes und langes RIPA-Abenteuer wurde dort erlebt, das ist sicher. 

Im Moskauer RIPA-Zentrum

In einem lebendigen und aktiven Universitätsviertel liegend, spiegelt das RIPA-Zentrum, seine Umgebung wieder: jung, lebendig, voller Energie, Dynamik und Leben. RIPA-Schüler sind hier zu Hause, ebenso wie die Besucher, die herzlich willkommen sind. Verteilt auf vier Ebenen, hat das Zentrum sein Untergeschoss in Unterkünfte umgewandelt: ein Schlafsaal, Küche, Esszimmer, Duschen und Toiletten, alles ist einfach, gut gemacht, praktisch und angenehm. Im Moment leben dort seit einer Weile etwa zwanzig Mönche aus Nepal und Orissa. Sie werden bald mit uns nach Buryatien aufbrechen. Das leicht erhöhte Erdgeschoss führt zum einem kleinen Selbstbedienungsraum und zu einem großen Lehr- und Übungsraum. Der erste Stock umfasst Räume, die an externe Referenten vermietet sind, die Beratungen in den Bereichen Wellness und persönliche Entwicklung sowie tibetische Medizin usw. anbieten. Im obersten Stockwerk befindet sich eine große und wunderschöne Gompa … Aber man muss den bemerkenswerten Eingang kommentieren: Auf beiden Seiten der kleinen Treppe, begrüßen den Besucher Fotos von unseren Lehrer und von Veranstaltungen der RIPA-Linie auf der ganzen Welt: Einweihungen, internationale Treffen, die RIPA-Familie, Schnappschüsse vom Leben in den Klöstern von Orissa und Nepal, kleine Mönche … Dieser Eingang erfüllt uns sofort mit der Atmosphäre unserer weltweiten Gemeinschaft und die Anwesenheit unserer Lehrer ist spürbar.
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Das RIPA-Logo in russischer Sprache auf diesem großen, leuchtenden Spiegel; das klare Wasser, das dort fließt, singt wie eine Quelle … Die Mönche schauen sich die Fotos am Eingang an … Informationen über die Ripa Awerness Meditation und die Aktivitäten des Zentrums; das großartige Fresko von Gesar, das von einem renommierten bhutanischen Künstler geschaffen wurde … Die kleine Selbstbedienung und einer der Verkostungstische … Die Mönchsecke….. Manche entdecken die Märkte Moskau … Und natürlich wurde an den Fußballspielen mit jungen Russen teilgenommen.
 
Von Lhuntrul Rinpoche gesegnete Fische, bekommen ihr Leben zurück
RIPA-Studenten kauften 1.500 kg Fisch, der zum Verkauf und zum Verzehr gefangen wurde, um die Fische vor dem sicheren Tod zu bewahren. Nachdem diese in Containern zum Ufer eines großen nautischen Zentrums in Moskau transportiert wurden, nehmen wir an einer Zeremonie für sie unter der Inspiration von Lhuntrul Rinpoche teil, bevor wir sie freigelassen. Leider sind einige schon tot, weil man sagen muss, dass sie gerade mehr als 24 Stunden in Containern verbracht haben, deren Wasserkapazität nicht ausreichte, um sie alle am Leben zu erhalten. Allerdings wird eine große Mehrheit von ihnen gerettet. Und es ist so bewegend zu sehen, wie diese Fische, von denen einige schon völlig unbeteiligt waren, langsam wieder zu Leben erwachen. Zuerst sind die Bewegungen der Flossen kaum wahrnehmbar, dann “saugen” ihre Münder zaghaft das Wasser, ihre Lebensquelle, und ihr Körper werden lebendig, als sie schließlich in ihr natürliches Element zurücksinken. Während ihrer Rückkehr ins Leben, stellen wir sie uns vor, als wären sie bereits verschwunden und tot. Da sie bei ihrer Wiederbelebung wirklich ein wenig verloren wirken, steigt spontan Zärtlichkeit aus den Tiefen unserer Herzen auf, da wir nicht anders können, als tief berührt zu sein, von dem Leiden, das sie erlebt haben. Unterstützt und begleitet von den Ritualen eines Meisters, öffnet diese Praxis – die auf die Ursprünge des Buddhismus zurückgeht – die Tür für bessere Reinkarnationen. Indem den Fischen geholfen wird, sich von ihrem Karma zu befreien, haben diese alle Möglichkeiten, um in einem zukünftigen Leben als Menschen reinkarniert zu werden.
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Jeder ist bei Lhuntrul Rinpoche im nautischen Zentrum … Einer der drei Behälter mit je 500 kg Inhalt … Rinpoche segnet die Fische … Jeder ist dabei, um die Fische wieder ins Wasser zu geleiten … Viele von uns zögern nicht, ins Wasser zu springen … Andere tun es unfreiwillig! … Einige gutaussehende Schwimmer aus dem Nautikzentrum boten an, mitzuhelfen … Die Mönche stehen natürlich in der ersten Reihe.
Nach Buryatien via Irkoustk
Irkutsk ist die Hauptstadt des Ostdistrikts von Sibirien an der Westküste des Baikalsees. Die Dauer des Fluges von Moskau nach Irkutsk bringt eine kleine Vorstellung von der Entfernung und Ausdehnung des Territoriums der Russischen Föderation, denn die Reise dauert zwischen fünfeinhalb oder sechseinhalb Stunden, je nach Flug. Nach einem kurzen Spaziergang durch Irkutsk, verlassen wir die Stadt mit dem Bus Richtung Buryatien und halten nach sieben Stunden Fahrt in Arshan, im Westen dieses Teils des Landes. Arshan bedeutet “Heilwasser” in Buryat, wegen seiner berühmten heißen Quellen. Der Ort ist auch bekannt für seinen Datsan („Gompa“ in Buryat). Es ist die ehemalige Residenz eines großen Lama, der einer der Lehrer eines früheren Dalai Lamas war … Hier werden Jigme Rinpoche und Lhuntrul Rinpoche eine Praxis des Medizin-Buddha leiten. Der kleine Tempel ist voller Menschen, und es ist nicht einfach, einen Platz, nicht mal einen unbequemen, zu finden. Am nächsten Morgen fahren wir früh los und verbringen einen langen Tag im Bus. Ziel: Orlik, wo das Hayagriva Drupchö stattfinden wird. Auf dem Weg dorthin werden unsere Rinpoches eingeladen, eine Rauchopferung zu leiten. Viele Dorfbewohner treffen ein, und ganze Familien kommen, um sich segnen zu lassen. Dann, die letzte Abfahrt nach Orlik, wo wir gegen acht Uhr nachts ankommen.