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Im RIC geht die Arbeit und das Leben in schöner Atmosphäre weiter

März 2020

Eingeschlossen wie alle anderen RIPA-Studenten und wie die Hälfte der 7,8 Milliarden Einwohner, die unseren Planeten bewohnen, kümmern sich unsere Freunde, dauerhaft und freiwillig, um unser Zentrum in der Schweiz. Ihrem Beruf treu, bereiten sie aktiv unsere Rückkehr vor.

Anpassung und Vorbereitung auf die Zukunft

Keine externen Gruppen mehr, keine gewöhnlichen Aktivitäten, keine Wochenendbuchungen von tibetische oder andere Gruppen … Das Zentrum ist geschlossen und gezwungen, seine Gewohnheiten zu ändern. Doch unser Schiff passt sich an. Die Arbeit geht weiter, effizient und nachhaltig, denn die Last des administrativen Teils bleibt schwer: Es ist notwendig, die Termine der angemeldeten Gruppen zu verschieben, Reservierungen zu stornieren und neue Optionen für die Zukunft zu schaffen … Begonia, Antje und Helen verbringen die meisten ihrer Tage vor dem Computer und am Telefon. Da keine Gelder mehr fließen und Rückzahlungen vorgenommen werden müssen, wurden die Kosten auf das strikte Minimum reduziert. Umso mehr, da auch unsere Sangha, nach den Absagen der Treffen von Lhuntrul Rinpoche und Jigme Rinpoche, für die es sehr viele Anmeldungen gab, ein Loch im Budget hinterlässt. Lluis, der Koch, ist vor Ort, aber arbeitslos, und dennoch ist er eine große Hilfe. Carlo und Ursula, die seit einiger Zeit als Volontäre aushelfen, leisten wunderbare Arbeit, zusammen mit Theresa. Gabriela, Nadya und ein paar andere kommen regelmäßig, um im Garten zu arbeiten. Natürlich ohne Umarmungen, ohne Körperkontakt und wir halten einen respektvollen Abstand zueinander … Aber die Moral ist gut. In diesen unruhigen Zeiten war der Geist der Sangha noch nie so präsent, so kraftvoll, so unterstützend.

Im Büro – Software, Dokumente, Listen. Begonia, Antje und Helen jonglieren mit allen Informationsquellen, ohne die kleinen gekritzelten Notizen, die Post-its und andere “Erinnerungen” zu vergessen … Auf den Feldern – Auch in der Schweiz sind die Geschäfte geschlossen, einschließlich der Blumenläden. Zum Glück hat Gabriela im Herbst Narzissen gepflanzt. Sie finden ihren schönsten Platz auf dem Altar in der Opferschale. Und beim Tsok schmücken die ersten Primeln, vor dem Gompa geplückt, die Teller der Lehrer … Im Zentrum – nun ist etwas mehr Zeit, um einige “Aufgaben” zu erledigen: das Bügeln der Berge von Katas, die sich während der Retreats angesammelt haben … Vorbereitung und Klassifizierung der während der Übungen ausgeliehenen Texte, geordnet nach allen Sprachen … Dank Carlo und Ursula wird das Zentrum endlich mit wunderschönen Orientierungstafeln geschmückt, die mit Kunst und Sorgfalt vollständig “von Hand” hergestellt wurden … Gabriela – arbeitslos – packt Lieferungen von Einkäufen aus, die sie erst vor vier Wochen in Nepal für den Shop des Zentrum tätigte.

Das Streaming der Sadhana-Praxis über Facebook und das Internet wurde ein großer Erfolg

Der erste Versuch fand am 21. und 22. März statt, und es geht weiter (*). Gerade in unruhigen Zeiten, wie wir sie heute durchleben, erhalten die Lehren ihre volle Bedeutung und Aussagekraft. Und die Begriffe, mit denen uns Begonia über das Leben und die Praxis im Zentrum erzählt, werden bestätigt durch unser aller Zeugnisse: “Wir sind völlig eingetaucht in die Erfahrung von Vergänglichkeit, Solidarität, Altruismus, Offenheit des Herzens, in all das, was unsere Meister uns lehren, und der Praktiken, in die sie uns einbeziehen “…”Auch wenn es sich aus finanzieller Sicht für das Zentrum als schwierig erweisen wird, wir denken nicht einmal darüber nach. Wir sind zuerst vor allem darum bemüht, die beste Lösung für jeden Einzelnen zu finden, für unsere Sangha ebenso wie für alle externen Gruppen. Es ist, als würden persönliche Interessen wegfallen, weil wir definitiv verstehen, dass wir alle im selben Boot sitzen.“ Über das Boot hat uns Jigme Rinpoche während seiner allerersten Unterweisung in Europa 1996/1997 über die Rolle des Lehrers im tibetischen Buddhismus berichtet. „Der Lehrer“, erklärte er uns, „ist wie der Kapitän eines Bootes. Zum Start am Ufer, versammelt er all jene, die zur großen Überfahrt aufbrechen wollen. Während der Reise führt er sie durch Stürme, Hurrikane, Riffe, Untiefen und Gefahren aller Art. Einmal am geheiligten Ufer angekommen, steigen alle aus, und der Lehrer macht sich wieder auf den Weg, allein in seinem Boot, um neue Reisende zu begrüßen.“ Fassungslos, brachen viele von uns in Tränen aus. Mehr als zwanzig Jahre später befinden wir uns mitten in der Überfahrt, und das nicht auf einem Kreuzfahrtschiff! Unser Glück ist, dass unsere Lehrer großartige Kapitäne sind. Ob Coronavirus oder nicht, sie sind da, um uns zu helfen, alle Kaps zu umrunden, und darunter, das Kap der Guten Hoffnung.

Vorbereitung auf die Sadhana-Praxis und Streaming – Ursula und Begonia platzieren den Thron von Seiner Eminenz Namkha Drimed Rabjam Rinpoche, Antje kümmert sich um die Kamera, jeder zählt seine oder ihre Akkumulationen. In allen Ländern – in unserer Gompa in der Schweiz und auch in Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Russland usw. Mehr als fünfzig Schülerinnen und Schüler folgten am ersten Wochenende, ohne dabei diejenigen zu vergessen, die ohne Anmeldung praktiziert haben!

Bis bald zur nächste Praxis und den nächsten Mini-Blog!

(*) um die Praxis live zu verfolgen, verbinde dich direkt und ohne jede Verpflichtung mit: https://www.facebook.com/ripa108

Eine Woche Ripa-Meditation in Stille: Glück!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Unsere Meditation” – die Ripa Awerness Meditation (R.A.M.) – die Rinpoche allmählich für uns entfaltet. Die spezifisch für unsere Linie, doch tief verbunden mit der buddhistischen Tradition ist, beginnt hier und da schon bekannter zu werden, aber insbesondere öffnet sie die Türen zur inneren Transformation. Ein Abenteuer ohne Grenzen.

Die Intensität und die Tiefe eines jedes Momentes

Wie Padmashambhava zu seiner Zeit und die großen Meister der Vergangenheit öffnet und entwickelt Rinpoche einen Weg für uns, indem er uns da beginnen lässt, wo wir sind: bei dem, was wir fühlen und erleben. Er leitet uns an, unterstützt uns, führt uns, bei der tiefen Erforschung unseres Körpers, dem Bewusstsein für unseren Sitz, unseren Rücken, unseren Kopf, unsere Arme, unsere Schultern, dann bei unserer Atmung, unseren Schritten, unserem Gehen, es ist eine ständige Unterstützung. Seine Stimme begleitet uns mit Kraft, Sanftheit und Überzeugung. Zugleich beruhigend, ermutigt sie uns, und hilft, unseren Widerstand fallen zu lassen, unsere versteckten Blockaden, unsere inneren Spannungen. Zusätzlich zu den gut vier Stunden täglicher Meditation in seiner Gegenwart, sind wir aufgefordert aufmerksam zu bleiben, in jedem Moment, in jeder Bewegung unseres Körpers, bei jedem Atemzug … Die Herausforderung liegt darin, konzentriert und offen zu sein für das, was uns umgibt. Präsent zu sein, auch beim geringsten Geräusch, bei jeden noch so subtilen Geruch, sogar wenn unsere Geschmacksknospen den Geschmack jedes einzelnen Bissen unserer Mahlzeiten identifizieren, so dass wir jede Sekunde intensiv und tief erleben … Kurz gesagt, wir sind eingeladen, all jene Gesten des täglichen Lebens im gegenwärtigen Moment zu erleben, die normalerweise so automatisch ablaufen, jene Gesten, die wir tausend und abertausend Mal ausführen, ohne auch nur an sie zu denken, da unser Geist oft schon woanders ist … Was für eine Übung!

Um diesen Zustand über die eigentlichen Meditationsperioden hinaus aufrechtzuerhalten, sind wir bemüht, mit vollem Bewusstsein und größter Aufmerksamkeit die täglichen Aufgaben im Zentrums zu verrichten, damit es angenehm und in einem gutem Zustand für das Wohlbefinden aller bleibt. Das Geschirr für die drei täglichen Mahlzeiten (wir sind hundertzwanzig Leute), die Reinigung des großen Speisesaals, der Gemeinschaftsräume, der Waschbecken und der Duschen, die Betreuung des Geschäfts, das Gießen der Pflanzen und die Pflege der Blumensträuße. Die Forderung nach Aufmerksamkeit, Fokus und Achtsamkeit ist permanent. Es genügt zu sagen, dass am Ende des Retreats die Rückkehr zur “Normalität” und zur Sprache beinah schmerzhaft ist. Nachdem unsere Nerven eine Zeit lang beruhigt waren, finden wir nun die unvermeidliche Aufregung und Geschäftigkeit des Alltags wieder. Sehr schnell verfallen wir erneut unserer großen gemeinsamen Sucht: reden, reden, reden … Das bestätigt nur, dass Schweigen so viel besser ist. Wie wir wissen, wird sich Rinpoche bald in ein persönliches Retreat begeben, es liegt nun an uns, unsere meditative Reise bis zu seiner Rückkehr fortzusetzen.

Eintauchen … Die Meditationssitzungen, die in den ersten Tagen zehn Minuten dauern, erreichen am Ende der Woche fünfundvierzig Minuten oder sogar mehr … Die Freude, zu entspannen und sich am Ende des Vormittags und des Nachmittags stehend wiederfinden … Rinpoche greift in den “Fragekasten”, der mit Fragen der Schüler gefüllt ist. Mit obligatorischem Schweigen werden alle Fragen schriftlich gestellt …

Die beste Art zu sitzen … jeder hat sein eigenes Kissen … nahezu flach … Halbmond voller Poesie … in der Höhe … schräg, aber nicht zu niedrig … oder direkt in einem Kokon …

Das Training künftiger Ausbilder geht weiter … beim Ripa Awerness Meditation Workshop mit Rinpoche … mit Lama Tenzin in unser geliebten und wunderschönen Gompa … oder beim Yogom mit Cynthia …

Fotoalbum … Stille am Buffet … das Retreat ist vorbei und der Speisesaal der erste Ort des Austauschs … die Blumensträuße werden täglich verwöhnt … die Reinigung erfolgt mit einem Lächeln … kein Schnee in diesem Jahr, aber majestätische Gebilde im Frost … und unser Zentrum ist immer großartig, egal bei welchem Wetter …


Falls nichts Unvorhergesehenes passiert, wird Rinpoche im Mai in der Schweiz eine letzte Unterweisung geben, bevor er sein persönliches Retreat beginnt. Die Daten sind noch nicht bekannt, deshalb ist es am besten, aufmerksam zu sein und sich schnell anzumelden, es werden viele Leute kommen!

Eine großartige Reise und ein unvergessliches Hayagriva Drupchö

Man könnte sagen, dass diese zweite Reise nach Burjatien unter dem Schutz von Hayagriva stattfand. Die Natur zeigte ihre zornvollen Aspekte, wir durchliefen einige “hayagriveske” Episoden, und wir erhielten Regenfälle von Segnungen…. Ein schönes und langes RIPA-Abenteuer wurde dort erlebt, das ist sicher. 

Im Moskauer RIPA-Zentrum

In einem lebendigen und aktiven Universitätsviertel liegend, spiegelt das RIPA-Zentrum, seine Umgebung wieder: jung, lebendig, voller Energie, Dynamik und Leben. RIPA-Schüler sind hier zu Hause, ebenso wie die Besucher, die herzlich willkommen sind. Verteilt auf vier Ebenen, hat das Zentrum sein Untergeschoss in Unterkünfte umgewandelt: ein Schlafsaal, Küche, Esszimmer, Duschen und Toiletten, alles ist einfach, gut gemacht, praktisch und angenehm. Im Moment leben dort seit einer Weile etwa zwanzig Mönche aus Nepal und Orissa. Sie werden bald mit uns nach Buryatien aufbrechen. Das leicht erhöhte Erdgeschoss führt zum einem kleinen Selbstbedienungsraum und zu einem großen Lehr- und Übungsraum. Der erste Stock umfasst Räume, die an externe Referenten vermietet sind, die Beratungen in den Bereichen Wellness und persönliche Entwicklung sowie tibetische Medizin usw. anbieten. Im obersten Stockwerk befindet sich eine große und wunderschöne Gompa … Aber man muss den bemerkenswerten Eingang kommentieren: Auf beiden Seiten der kleinen Treppe, begrüßen den Besucher Fotos von unseren Lehrer und von Veranstaltungen der RIPA-Linie auf der ganzen Welt: Einweihungen, internationale Treffen, die RIPA-Familie, Schnappschüsse vom Leben in den Klöstern von Orissa und Nepal, kleine Mönche … Dieser Eingang erfüllt uns sofort mit der Atmosphäre unserer weltweiten Gemeinschaft und die Anwesenheit unserer Lehrer ist spürbar.
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Das RIPA-Logo in russischer Sprache auf diesem großen, leuchtenden Spiegel; das klare Wasser, das dort fließt, singt wie eine Quelle … Die Mönche schauen sich die Fotos am Eingang an … Informationen über die Ripa Awerness Meditation und die Aktivitäten des Zentrums; das großartige Fresko von Gesar, das von einem renommierten bhutanischen Künstler geschaffen wurde … Die kleine Selbstbedienung und einer der Verkostungstische … Die Mönchsecke….. Manche entdecken die Märkte Moskau … Und natürlich wurde an den Fußballspielen mit jungen Russen teilgenommen.
 
Von Lhuntrul Rinpoche gesegnete Fische, bekommen ihr Leben zurück
RIPA-Studenten kauften 1.500 kg Fisch, der zum Verkauf und zum Verzehr gefangen wurde, um die Fische vor dem sicheren Tod zu bewahren. Nachdem diese in Containern zum Ufer eines großen nautischen Zentrums in Moskau transportiert wurden, nehmen wir an einer Zeremonie für sie unter der Inspiration von Lhuntrul Rinpoche teil, bevor wir sie freigelassen. Leider sind einige schon tot, weil man sagen muss, dass sie gerade mehr als 24 Stunden in Containern verbracht haben, deren Wasserkapazität nicht ausreichte, um sie alle am Leben zu erhalten. Allerdings wird eine große Mehrheit von ihnen gerettet. Und es ist so bewegend zu sehen, wie diese Fische, von denen einige schon völlig unbeteiligt waren, langsam wieder zu Leben erwachen. Zuerst sind die Bewegungen der Flossen kaum wahrnehmbar, dann “saugen” ihre Münder zaghaft das Wasser, ihre Lebensquelle, und ihr Körper werden lebendig, als sie schließlich in ihr natürliches Element zurücksinken. Während ihrer Rückkehr ins Leben, stellen wir sie uns vor, als wären sie bereits verschwunden und tot. Da sie bei ihrer Wiederbelebung wirklich ein wenig verloren wirken, steigt spontan Zärtlichkeit aus den Tiefen unserer Herzen auf, da wir nicht anders können, als tief berührt zu sein, von dem Leiden, das sie erlebt haben. Unterstützt und begleitet von den Ritualen eines Meisters, öffnet diese Praxis – die auf die Ursprünge des Buddhismus zurückgeht – die Tür für bessere Reinkarnationen. Indem den Fischen geholfen wird, sich von ihrem Karma zu befreien, haben diese alle Möglichkeiten, um in einem zukünftigen Leben als Menschen reinkarniert zu werden.
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Jeder ist bei Lhuntrul Rinpoche im nautischen Zentrum … Einer der drei Behälter mit je 500 kg Inhalt … Rinpoche segnet die Fische … Jeder ist dabei, um die Fische wieder ins Wasser zu geleiten … Viele von uns zögern nicht, ins Wasser zu springen … Andere tun es unfreiwillig! … Einige gutaussehende Schwimmer aus dem Nautikzentrum boten an, mitzuhelfen … Die Mönche stehen natürlich in der ersten Reihe.
Nach Buryatien via Irkoustk
Irkutsk ist die Hauptstadt des Ostdistrikts von Sibirien an der Westküste des Baikalsees. Die Dauer des Fluges von Moskau nach Irkutsk bringt eine kleine Vorstellung von der Entfernung und Ausdehnung des Territoriums der Russischen Föderation, denn die Reise dauert zwischen fünfeinhalb oder sechseinhalb Stunden, je nach Flug. Nach einem kurzen Spaziergang durch Irkutsk, verlassen wir die Stadt mit dem Bus Richtung Buryatien und halten nach sieben Stunden Fahrt in Arshan, im Westen dieses Teils des Landes. Arshan bedeutet “Heilwasser” in Buryat, wegen seiner berühmten heißen Quellen. Der Ort ist auch bekannt für seinen Datsan („Gompa“ in Buryat). Es ist die ehemalige Residenz eines großen Lama, der einer der Lehrer eines früheren Dalai Lamas war … Hier werden Jigme Rinpoche und Lhuntrul Rinpoche eine Praxis des Medizin-Buddha leiten. Der kleine Tempel ist voller Menschen, und es ist nicht einfach, einen Platz, nicht mal einen unbequemen, zu finden. Am nächsten Morgen fahren wir früh los und verbringen einen langen Tag im Bus. Ziel: Orlik, wo das Hayagriva Drupchö stattfinden wird. Auf dem Weg dorthin werden unsere Rinpoches eingeladen, eine Rauchopferung zu leiten. Viele Dorfbewohner treffen ein, und ganze Familien kommen, um sich segnen zu lassen. Dann, die letzte Abfahrt nach Orlik, wo wir gegen acht Uhr nachts ankommen.
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Im südlichen Teil Ostsibiriens liegt Buryatien am Ostufer des Baikalsees. Es grenzt an den Bezirk Irkutsk und der kleinen buddhistischen Republik Tuva im Westen, der Mongolei im Süden und der Region Tschita im Osten … Einchecken in Moskau für den Nachtflug … Arshan, Praxis von Sangye Menla im kleinen Datsan … Segen von unseren Lehrern … Fotos am Ende der Zeremonie mit einigen der Teilnehmer und den Mönchen … Die Einheimischen … Rauchopfer auf dem Weg nach Orlik … Und das Anstehen, um den Segen von Jigme Rinpoche zu empfangen.
 
Drupchö in Orlik
Stell dir vor, du befindest dich mitten in der Natur, in der Mitte riesiger Flächen, umgeben von Hügeln und Bergen. Man kann wirklich atmen. Wir spüren, wie sich unsere Herzen öffnen und unsere Körper ausdehnen. Die Buryaten erklären uns, dass wir uns auf reinem Land befinden. Die kleine Gompa in Form einer Jurte, die vor drei Jahren eingeweiht wurde, ist zu klein, um alle Teilnehmer des Drupchö aufzunehmen. Daher beschließen Freunde der buryatischen Gemeinschaft, ein großes Zelt nebenan zu bauen, auf der Wiese. Sie errichten es vollständig mit ihren eigenen Händen. Sie fahren kilometerweit, um ein paar Dutzend Baumstämme zu fällen und zurückzubringen. Aus diesen fertigen sie den Zeltrahmen, der anschließend mit blau-grünem Kunststoff überzogen wird. Hier werden wir unsere Tage verbringen, von 6:30 morgens bis abends. Wir können sagen, dass dieses Drupchö ein grünes Thema zu haben scheint: grüne Wiesen, grüne umliegende Hügel, unser grünes Restaurant mitten im Nirgendwo (sicher ein großes Armeezelt aus dem letzten Krieg!), und die grünen Reflexionen auf unserem Körper, wenn wir im Zelt sind.
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Die bezaubernde Gompa in Form einer Jurte … Das Drupchö-Zelt … In den Pausen erholen wir uns von der Zeitdifferenz…. Wir bringen die Wirbelsäule wieder in ihre Position … Sogar die heiligen Tänze sind grün getönt … Unser “grünes” Restaurant … Bei Tisch für die guten, von Victoria und Baatak zubereiten, Gerichte … Jigme Rinpoche und Lhuntrul Rinpoche nehmen an einem Abend an unserem Abendessen teil … 7:30 Uhr, erste Pause, wir wärmen uns am Feuer auf, das das Wasser für den Tee erwärmt…. Großer Luxus: über einem Holzfeuer geröstetes Brot, außerdem wurde zugesichert, dass alle Gerichte mit Holzfeuer zubereitet werden, und wir können das bestätigen! … Außenwaschbecken im Grünen … Am letzten Tag beginnt das Drupchö morgens um 4 Uhr (wir wachen um 3 Uhr am Morgen auf!) … Diejenigen, die Russisch oder Tibetisch lesen können, folgen dem Text im Licht ihres Smartphones…. Segnungen am Ende des Drupchö….. Das Festzelt ist voll. Draußen wartet eine kleine Menschenmenge im Regen vor dem Betreten. Laut den “Experten” sind wir zwischen 300 und 400 … Letzte Nacht im kleinen Orlik-Restaurant.
 
Wir weihen die Statue von Gesar von Ling ein
2016, bei seinem ersten Besuch, äußerte Jigme Rinpoche den Wunsch, eine Statue von Gesar von Ling an einem ganz speziellen und bestimmten Ort aufzustellen, inmitten der Natur. Dank unserer Spenden gestaltete einer der besten Künstler des Landes eine wunderschöne 120 cm hohe Statue. Nach einigen Stunden einer unglaublichen Reise voller Abenteuer, bei der unsere Autos mit den entfesselten Elementen konfrontiert werden, nehmen wir an einer kraftvollen Einweihung teil, trotz des Regens und eines eisigen Gletscherwindes, der das Leben für das Feuer, unverzichtbar für das Rauchopfer, schwierig macht. Aber Regen oder nicht, Jigme Rinpoche und Lhuntrul Rinpoche segnen die Statue, und „Ki-Ki-So-So“-Rufe fliegen in den Himmel, wobei sie zuerst einen Wald aus Regenschirmwald überquert müssen …
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Die Statue von Gesar … Schwer, sehr schwer, das Feuer anzuzünden … Die Mönche lächeln weiterhin … Rauchopfer: Regen, Kälte und Wind, eine Mischung, die eher kühl ist, aber unsere Herzen sind heiß…. Jigme Rinpoche eröffnet das Rauchopfer … Foto der Klosterfamilie RIPA…. Schamanische Stätte auf dem Rückweg.
 
Allmächtige Natur
Die ununterbrochene Manifestation der natürlichen Elemente ist dem kontinentalen Klima wie in Buryatien eigen. Und diesmal wurden wir reichlich damit versorgt! Kälte, Wind, Regen, biblische Stürme … Fast unser gesamter Aufenthalt fand unter der Schirmherrschaft der entfesselten Elemente statt. Wir liesen uns am Morgen um 6:30 Uhr auf die feuchten Teppiche eines von der Nacht gekühlten Zeltes nieder, überquerten die sich in ein Sumpfgebiet verwandelte Wiese, um zu den Mahlzeiten und Toiletten zu gelangen, und wir schoben unsere Schuhe durch schönen dicken Schlamm, um unser kleines Hotel betreten zu können. Dies waren sehr interessante und fast tägliche Erfahrungen … Ganz zu schweigen von den Flüssen, die ihre Ufer überfluteten, was uns mehrmals den Weg abschnitt und uns mit kleinen Komplikationen konfrontierte, die unsere Reise noch verschlimmerten. Die folgenden Fotos geben einen Überblick über unseren Alltag.
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Ein neuer Sturm bereitet sich auf den Ausbruch vor…… Auf dem Weg zur Einweihung der Statue versinkt eines unserer Autos in dem Wasser, welches die Straße überflutet. Die zweite ist von Wasser umgeben, unmöglich es zu verlassen…. Der Gute birgt Baumstämme und alles, was den Bus aus seiner Spur bringen könnte … Die Straßen sind vom steigenden Wasser überflutet … So sehr, dass man den Weg hinaufsteigen muss, um eine Straße zu finden,  die wieder befahrbar ist, und das ist weit weg…. Die Mönche wurden wegen der Überschwemmungen in unser kleines Hotel zurückgeschickt, sie schlafen und essen “zu Hause”. Wir verbringen einen unvorhergesehenen Morgen, amüsiert, glücklich und animiert, ihnen das Essen zuzubereiten…. Obwohl es Sommer ist, gibt es hier und da große Eisflächen. An einige Orte taut es nie.
 
Ulan-Udé
Letzte Etappe unseres Abenteuers: Ulan-Udé, Hauptstadt von Buryatien. Die Busfahrt dauert … Ein Dutzend Stunden! Am Tag nach unserer Ankunft sind Jigme Rinpoche und Lhuntrul Rinpoche eingeladen, einen kleinen Tempel inmitten der Natur, eine halbe Stunde von der Stadt entfernt, zu eröffnen. Wir gehen hin. Die Einladung kommt von Danzan, einem jungen Buryat Lama, der sich wünscht, einen Tempel für Laienpraktizierende in der Tradition der Nyingma-Yogis und insbesondere der RIPA-Linie zu etablieren. Er hatte Jigme Rinpoche vor drei Jahren eingeladen, um die Anlage zu segnen. Der Beginn der Zeremonie wird durch die Ankunft von zwei Reitern mit dem Banner von Gesar von Ling markiert. Die heiligen tibetischen Tänze werden von den Mönchen bemerkenswert auf abschüssigen Grund aufgeführt, hügelig und reichlich besprengt von frischen und massiven Regenschauern. Der Tag endet mit einem kleinen Konzert traditioneller buryatischer Musik. Zwei junge Musiker spielen mit hohem Niveau auf einem entfernten Cousin des großartigen Cellos. Wie üblich sind die Teilnehmer zahlreich und der neue Holztempel kann nicht alle aufnehmen. Viele sehen der Zeremonie von der Außenterrasse aus zu, indem sie durch die Fenster schauen …
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Lama Danzan begrüßt unsere Rinpoches … Am Eingang zum kleinen Tempel … Die beiden Reiter mit dem Banner von Gesar von Ling … Die Kunst der Segnung seiner Repräsentation von Padmasambhava aus der Ferne … Wir empfangen den Segen und wir fotografieren … Rauchopfer … Die Feierlichkeiten … Großartige heilige Tänze … Buryatische Kunst beendet den Tag …
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Atemberaubende Holzhäuser von Irkutsk … Traditionelles sibirisches Haus … XXL-Muschel für das Drupchö … Kochen im Freien für das Drupchö … Küche aus Holz neben dem kleinen Tempel … Und die Anlage, wo wir Wasser kochen … Orte schamanischer Opfergaben, die angeblich mit einer bestimmten Energie geladen sind … Die Toiletten auf der Straße der Reise … Wie man sich vor der Sonne schützt … Und schließlich: überall auf dem Planeten die gleichen großen Schilder.

Im Herzen der RIPA Meditation

Dezember 2018/ Januar 2019 – Jahresende in unserem Zentrum in der Schweiz

Ein neues Winter-Retreat in Meditation? Wir warten alle darauf. Während fünf Tagen wird das Zentrum alle verschiedenen Kulturen, Sprachen und Kontinente vereinen. Frohes Wiedersehen bestärkt uns in unserem Gefühl, in einer grossen Familie ohne Grenzen zu lernen.
 

Fern von Ruhelosigkeit und gut auf seinem Kissen sitzend

Unser gewöhnlicher Geist ist ohne Unterbruch in Bewegung, aufgewühlt, voller Unsicherheit und voller Emotionen. Unruhig, verwirrt, er öffnet die Türen zu Unsicherheit, Stress, Traurigkeit, Angst. Und das führt uns geradewegs zum Leiden. Intuitivwissen wir das und suchen nach einer Lösung. Deswegen sind wir wohl mehr als 150 Personen, die sich diesen Winter mit Rinpoche zusammenfinden, auf einem Kissen sitzend, bereit für das Abenteuer. Rinpoche erklärt uns:  « Während einiger Tage werden wir versuchen vollkommen im Hier zu sein, frei von allen Einschränkungen, Alltagsbeschäftigungen, frei von Turbulenzen und versuchen vollkommen offen zu sein, empfänglich, angenehm ». Dann, bevor wir mit unserer ersten Praxis beginnen, sagt er: « Stellt euch ein Sitzkissen vor, nur ein Kissen, das einen Körper benötigt, der sich darauf setzt. Dieser Körper muss atmen. Und dieser atmende Körper braucht einen Zustand der Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, den Zustand eines erwachten Geistes. Wir alle haben einen Körper, wir alle atmen und wir alle besitzen das Potential eines vollkommen achtsamen Geistes. Die Meditation ist folglich jedem von uns zugänglich, in jedem Moment. ». Immer wieder trainieren wir uns darin, eine gute Sitzhaltung zu erspüren, dasitzend mit gekreuzten Beinen, geradem Rücken, weit offenen Schultern…Dann lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem, auf die Atmung, um schlussendlich in die meditative Praxis einzutauchen…Und es funktioniert! Im Laufe der Tage hellen sich die Gesichter auf, leichter zeigt sich ein Lächeln auf den Gesichtern, alle wirken offener und eine sanfte, wohltuende Atmosphäre breitet sich aus. Es scheint, wir haben die Botschaft von Rinpoche empfangen, der uns ermutigt: « Entwickelt eine positive Haltung, generiert Freude in euren Herzen, sodass der Nutzen unserer Meditation zum Wohle aller fühlender Wesen sein möge und nicht nur für uns selbst ».
Und all dies in totaler Stille … Was für eine Erholung, was für eine Beruhigung und was für eine Erleichterung!

Fotolegenden: : Rinpoche wird gleich ankommen, wir erwarten ihn, mit Katags und offenem Herzen… ganze Tage lang in einem Saal zum Bersten voll… Während der Pausen, hier jeder hat seine eigene Art sich zu entspannen und zeigt  dabei überraschende Positionen… Lustig … Berührend … Barock… Vipassana Gehmeditation mit Vintage-Pantoffeln! … Vollkommene Stille, ja, aber mit Zärtlichkeit, Lächeln und Freude … Am letzten Tag: die Fragen, die Rinpoche erwarten füllen die Box… unmöglich alle zu beantworten!

Die zukünftigen RIPA Instruktoren bereiten sich vor

Wie kann einem so breiten Publikum wie möglich der Nutzen und die Tiefe der R.A.M ( Ripa Awareness Meditation) näher gebracht werden?
Wie kann sie allen zugänglich gemacht werden, einschliesslich absoluter Laien, die sich nicht mit dem Buddhismus verbunden fühlen?
Genau das setzt Jigme Rinpoche Schritt weise um, indem er die Ausbildung von zukünftigen Instruktoren dieser spezifischen Meditation erweitert. In der Tat, weshalb sind die Unterweisungen des Buddha, die 2600 Jahre alt sind, noch lebendig? Warum berühren sie uns so und weshalb helfen sie uns so? Der Grund dafür ist ganz einfach- sie sind universel und ihre Übertragungslinie wurde nie unterbrochen.
Darüber hinaus ist die Übermittlung, in unserer RIPA Übertragungslinie, gesichert durch einen authentischen Lehrer und eine authentische Linie. Es ist daher eine grosse Chance für unsere künftigen Instruktoren- auch eine grosse Verantwortung- diese Unterweisungen zu erhalten und später selbst weiterzugeben. Diesen Winter wurde das Training von ungefähr dreissig Leuten besucht, wobei auch einige neu dazu gekommen sind. Rinpoche legt grossen Wert auf einige Punkte: die eigene und tägliche Praxis ist unerlässlich. Er macht aufmerksam auf die Gefahr eines Ego „Trips“ und auf die Wichtigkeit, ehrlich und authentisch in seiner Praxis zu sein, in seiner Motivation und in seiner Intention.
Er besteht auf die Wichtigkeit dieser Gemeinschaft aus Instruktoren, die dabei ist zu entstehen, auf den gegenseitigen Respekt, die alle unter ihnen haben müssen, auf das gegenseitige Wohlwollen, denn, so sagt er, « diese Aspekte werden von den künftigen Schülern gefühlt werden ».

Bevor die Teilnehmer in der Zukunft Meditationen im Namen der RIPA Linie leiten werden, werden sie ein Zertifikat erhalten ( Akademische Ausbildung, Theorie und Bewertung der persönlichen Arbeit, praktisch verbrachte Zeit im Training, persönliche Praxis, etc. All dies wird ergänzt durch ethische Verhaltensregeln, die noch in Entwicklung sind).

Gleichzeitig hat Rinpoche Lama Tenzin damit beauftragt, das Training und die Unterweisungen bezüglich allem, was Dharmaseva betrifft, sicher zu stellen.
Diesmal wird der Schwerpunkt auf die „musikalischen“ Begleitung der Praxis-Rituale gelegt.