August 18th, 2014

It’s already the end

Immersed in the intensity of this retreat, through the power of the blessings of Our Masters, no one has noticed the time passing. All of us have the impression that we arrived yesterday. Yet this is the last day! Organised by the Tibetan community, it is entirely dedicated to HE Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche.

The long life ceremony

The day started very early with a puja, followed by the presence of Namkha Rinpoche at 10am. At 9am the Tibetans arrived and began to settle in with their babies and children who had come for the festival. Once again, the atmosphere reminds us of ceremonies in Nepal and Orissa. The temple was packed and some people who were not really able to enter, sat on the stairs. Then representatives of the Tibetan community and RIC students presented offerings to Rinpoche and finally we were all able to offer our katas. It was a deeply moving experience.

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Lingdro Dances

In the afternoon a group of the Tibetans offered the Lingdro dances to HE Namkha Drimed Rinpoche. We could see his happiness as he looked on and as he thanked and blessed the dancers at the end of their performance. He has reminded us repeatedly how these dances are not ordinary dances, but a real practice. In a way it was as though we were following some passages from a real opera dedicated to the spiritual adventures of Gesar. These adventures are also reminiscent of our own great medieval epics. Everyone is joyful, including the dakini dancers who leave to enter again by the small staircase that served as their stage. At the end of the entertainment there were so many cameras taking photos that one could almost imagine being at a public event.

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Our sangha grows

With the future Ripa Center in Moscow and the future monastery of our Lineage in Kalmykia, our sangha resolutely continues to grow internationally. In Russia, the site is in full development and at present it very much resembles our Swiss Center two years before the inauguration! Many Russian friends are here with us and they presented their project. Some friends of Kalmykia are also here after a rather long journey and they too presented the plans for their monastery. Both have been blessed by our Masters. If all goes well, the opening ceremonies are expected to be in the coming year in 2015.

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Great memories and anecdotes

Great memories first with some pictures of our Masters, the family, Khenpo, Lamas and monks. Gyetrul Jigme Rinpoche is, of course, always present, and not just with the beautiful quote placed above his photo. Then we discover successively: the queue to enter our Gompa, the important role of the beautiful cloth to create hangings in the decoration of the temple, the temporary aerial for the radio to broadcast the teachings on site and a reminder to keep silence … difficult to follow!. Then one last time there is a beautiful rainbow in the sky above our Center. That says it all!

This blog is therefore closed until the next time. We hope to have shared with you a little of our joy in these unique, unforgettable and sometimes amusing moments of this summer retreat of 2014.

Best wishes in the Dharma,

Your  Ripa International Center – Team

 

 

 

16. August 2014

Gongter … Tage, die allen in Erinnerung bleiben werden 

 

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Das Programm, das Ihr erhalten habt, gibt Euch die Übertragungen seit dem 6. August an. Ihr ahnt es schon, das überschreitet alles, was man sich vorstellen kann. An manchen Tagen sind wir mehr als zweihundertfünfzig Personen… hier ein Überblick über diese bemerkenswerten Tage.

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Die Gongter Manuskripte

Das ist die Geschichte einzigartiger Manuskripte. Sherab, ein Tibeter aus der Ripa Gemeinde in Nepal, ist der einzige, der eine digitale Version besitzt. SE Namkha Drimed Rabjam Rinpoche hat niemanden anderen autorisiert, eine Kopie zu besitzen. Aber schon lange bevor diese kostbaren Texte digitalisiert wurden, haben sie erstaunliche Wege genommen. Wenn ein Terma im Geist von Namkha Rinpoche erschien, hat er ihn auf der Stelle aufgeschrieben. Man kann sich leicht vorstellen, dass das nicht gut lesbar war, und ein einziger Mönch aus Orissa war in der Lage, diese Schriften zu entzifffern und zu verstehen. Er war also zuständig für die Übertragung der Manuskripte ins Tibetische. Seit dem Tod dieses Mönchs ist Sherab verantwortlich für ihre Digitalisierung. Die Gongter Seiner Eminenz stellen siebzehn Puja Bücher dar (identische Präsentation wie in unseren Praxis-Texten). Der Umfang jedes Buchs variiert zwischen 500 und mehr als 1000 Seiten, jede beidseitig beschrieben… Die digitale Übertragung aller spirituellen Geistschätze mit Initiation sollte natürlich vor diesem Retreat beendet sein. Sherab konnte die Transskripte allerdings vor seiner Abreise nicht beenden, also sind die Manuskripte mit ihm im Flugzeug bis in die Schweiz gereist. Und hier, im Ried, hat er Tage und viele Nächte damit verbracht, die digitale Version zu beenden. Also verdanken wir es zum Teil ihm, dass wir an diesem so bemerkenswerten Ereignis teilnehmen können.

Diashow: Der Grossteil der Termas von Seiner Eminenz wird in der grossen Bibliothek in Parping aufbewahrt…ein paar Manuskripte von Rinpoche geschrieben… und so sieht das Ganze auf dem Computer aus…

 

Rund um die Übertragungen

Damit die Teilnehmer den meisten Nutzen von den Initiationen Seiner Eminenz und von Lhuntrul Rinpoche haben, liefern die Studierenden eine wichtige und unerlässliche Arbeit. Die Dolmetscher sind wirklich bemerkenswert. Unsere Vanessa übersetzt brillant von Tibetisch auf Englisch, was anschliessend gleich durch Muttersprachler in Deutsch, Spanisch, Französisch und Russisch übersetzt  wird, auch sie alle sehr gute Dolmetscher. Nadya und ihr kleines Team kümmern sich wunderbar um die Blumen. Gestern zum Beispiel, am Tag der Initiation von Gesar in seiner magnetisierenden , haben wir alle ein Halsband aus roten Blüten getragen, von frischen Blumen selbstverständlich. Mehr als zweihundertdreissig Bänder wurden so noch vor Sonnenaufgang gefertigt.

Und was soll man über das Tsok-Team sagen, das jeden Tag einen oder zwei Tsoks vorbereitet, oder vom Ton-Team, denn der Ton verlangt unglaubliche Installationen mit unendlich langen Kabeln in alle Richtungen, feste und mobile Mikrophone, eine Verbindung zu den Kopfhörern der Dolmetscher, eine langwellige Übertragung zu den kleinen Radios, um die Dolmetscher zu hören… zum Haare raufen…

Intensive Aktivität auch in den Küchen, eine für die Meister und ihre Familie, die andere für die zahlreichen Teilnehmer. Nicht zu vergessen, der gut  ausgestattete Shop, in dem es nach Heu riecht und nach Räucherstäbchen. Wahres Wohlbefinden !

 

Diashow: ein kleiner Über-und Einblick in das Geschehen am Rande

 

Ein bisschen Entspannung muss sein !

Dass Ihr keinen falschen Eindruck bekommt: die entspannten Teilnehmer, die Ihr im Diaprama seht, sind absolut nicht repräsentativ für den allgemeinen Rhythmus. Wir sind hier nicht am Strand, weit gefehlt. Auch wenn wir von unseren Meistern viel Energie erhalten, ist Müdigkeit nach und nach spürbar. Das Mittagessen ist daher ein Moment der Pause unter Freunden oder allein im Gras. Ein anderer Moment der Entspannung ist die Entdeckung der Lingdrö -Tänze. Die Tibeter, die diese Tänze schon lange Proben, werden sie am 16. August wieder aufführen, nach der Lang-Lebens-Zeremonie am Vormittag mit Seiner Eminenz.


Diashow: Mittagspause und Abschalten bei Lingdro-Tanz….. tibetisches Picknick nach der Probe

 

Und noch ein Regenbogen !

Waehrend einer Vorfuehrung der Lingdroe Taenze, konnten wir sehen, wie ein doppelter Regenbogen ueber dem Zentrum entstanden ist, einige waren sicher, dass er sogar vierfach war. Bei der Einweihung durch Seine Eminenz Namkha Rinpoche war schon einer zu sehen gewesen, auch das Eintreffen von Lhuntrul Rinpoche war von einem Regenbogen begleitet.

Unser Zentrum ist bei den Nachbarn schon dafür bekannt. Als jemand von uns beim Saga Dawa Festival mit einem der nahen Anwohner sprach, sagte dieser Oh, das ist ja der Ort, wo immer so viele aber alle Regenbogen erscheinen…

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Regenbogen über dem Ried

 

 

Bis bald, für den letzten Blog dieses Sommer-retreats aus unserem Ripa-Zentrum

14. August 2014

Auf dem Weg zu den Schätzen Guru Rinpoche’s

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…das ist die Erfahrung, die sich Tag für Tag wiederholt – wie eine Pilgerfahrt ins Reich von Guru Rinpoche.

Die Übertragung seiner Schätze mit denen Seine Eminenz uns in seiner unendlichen Güte immer wieder von neuem überwältigt, haben mir den Zugang zu einer neuen Seinsweise eröffnet.

In meiner Vorstellung gibt es auf diesem Planeten einen heiligen Ort mit einer heiligen Quelle, der von tausend Düften, dem Gesang der Dakinis und dem Klang der Muschel erfüllt ist.

Jeder, der dorthin findet, erfährt eine innere Läuterung… Die Schleier seiner Ignoranz werden gelüftet und er wird in Frieden zum Glück und Segen für die Menschheit wiedergeboren.

– dass dieser Quell sich uns eröffnet, dafür habe ich wieder und wieder gebetet und gefleht.

Durch die täglichen Übertragungen habe ich schliesslich entdeckt, dass diese Quelle eigentlich tief in meinem Inneren schlummert und unaufhörlich von der grossen Güte unserer Meister Namkha Drimed Rabjam Rimpoche et seinen Söhnen Dungsey Gyetrul Jigme Rinpoche und Dungsey Lhuntrul Gyurme Rinpoche gespeist wird.

Wie kann ich nur danken? – indem ich selbst – von dieser Quelle genährt – zu einem Hort des Friedens für alle werde…

Annie aus Frankreich

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How wonderful!
Every day we welcome the infinite goodness of His Eminence and Lhuntrul Rinpoche. With each initiation we receive their blessings and benefits.

How wonderful!
My rising thoughts are filled with recognition.
They go out to Gyetrul Jigme Rinpoche and all the sangha
as well as to all beings and all levels of existence.

Everything is vast and spacious.
My heart is wide open and full of joy.
L otuses are beneath our feet.

How wonderful!
I prostrate.

Christine (France)

 

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 ‘Practice from Afar’

I was unable to attend the summer retreat this year-the first time I have not been present-so I was determined to be connected.  A few days before the retreat began, like the students who had arrived early at RIC, I made preparations in my apartment so I could truly invite all the Masters, Guru Rinpoche, Gesar etc. I polished, dusted, vacuumed, cleaned windows and prepared my shrine, especially cleaning all the offering bowls. I then prepared rice ready for offering the long mandala each day & checked that I had all the relevant practice texts, CDs & photos.

I have been following the programme as shown on the RIC website, so the first day of the retreat I got up early & did the Ripa Ngöndro & I’m continuing to do that for the duration. I do all my chanting with Jigme Rinpoche on the CD. I have to admit though, I don’t always begin at 6.30am as was my intention & it’s often nearer 7.00am & I don’t accumulate long prostrations- usually just 3- and I’m counting Vajrasattva instead! Though I do visualise the rest of you doing them on my behalf!!

So then I was really ready after the first introductory week of the retreat for the Gesar Drubchö. Each morning for the 3 days I made the complete Gesar sadhana (with Gyetrul Jigme Rinpoche chanting on the CD) & also did the smoke offering enthusuastically waving the new Gesar flag I had bought. I could only light a stick of incense in my apartment so I had to imagine all of you throwing lots of offerings into the huge fire at RIC. It felt so strong and as Gyetrul Jigme Rinpoche was also attending the retreat in mind but not with his physical presence, I also felt I was truly there.

My apartment now feels so blessed and I’m so fortunate that I live alone and have retired so I can spend all day here. I did a Guru Rinpoche tsok offering on the 10th. Day & also the following day when you were all receiving Guru Rinpoche Gongter.

Now I’m continuing with Gesar practice the days you receive the various Gesar empowerments and on the 16th. August I will make a special practice for the long life of Namkha Rinpoche and all our masters.

Thank you so much for the blog and all the inspiring photos which I receive very quickly. They truly help one to feel fully connected.

May you all continue to have a wonderful retreat, may the Masters continue to have good health and to shower us with their blessings and may our dedication help the troubled world in which we live, especially in areas of war such as Iraq and the Gaza strip and where there is serious disease in parts of Africa. May all beings come to experience peace and true happiness and may they all eventually have the wonderful opportunity we have been granted of meeting with the precious Dharma. How fortunate we are to have this wonderful time with health intact & freedom to follow our dreams and aspirations.

My love and best wishes to you all.

 Your little Dharma sister Frances

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11. August 2014

Einführung zu den Gongte

Wir freuen uns ganz besonders, euch heute eine kurze Einführung zu den Gongter von S.E. Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche schicken zu können. So bekommt ihr Einblick in die Geistschätze Seiner Eminenz, in ihre Besonderheit und Einzigartigkeit. Ihr findet auch nochmal den Kalender der Einweihungen, die wir von S.E. Namkha Rinpoche und Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurme Rinpoche erhalten.

So könnt ihr auch gerne aus der Ferne an der Praxis im Zentrum teilnehmen, sofern ihr die Einweihungen in der Vergangenheit schon erhalten habt. Sonst meditiert mit uns.

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S.E. Great Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche

 Während seines Aufenthalts in Tibet gab Guru Rinpoche König Trisong Detsen, den Prinzen und all seinen Schülern ungezählte tantrische Belehrungen.

Inspiriert von unendlicher Liebe und Mitgefühl wurden die meisten der tantrischen Belehrungen versteckt, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Diese „verborgenen“ Belehrungen stellen die Übertragungslinie der Termas dar (der spirituellen Schätze) und werden in zwei Kategorien eingeteilt: die Erd-Schätze und die Geist-Schätze (Gong Ter).

Die „Erd-Schätze” wurden in symbolischen Sprachen verfasst wie zum Beispiel in der geheimen Dakini-Schrift. Die Dakini Yeshe Tsogyal und einige von Guru Rinpoche‘s Hauptschüler versteckten diese in der Erde, in Felsen, Bäumen oder im Wasser.

Die „Geist-Schätze“ werden auch „Gong Ter“ genannt. „Gong“ bedeutet „erwachter Geist“ – ein Geist, der frei von Konfusionen ist und sich auf jemanden bezieht, der in der wahren Natur des Geistes und der Phänomene verweilt. Die allgemeine Bedeutung von „Ter“ ist „endlos“ im Sinne von „unendlicher Fülle“, wie bei einem Ozean.

Solche Texte und ihre Bedeutung entspringen dem Geist eines Tertöns dank des Segens von Guru Rinpoche – zum Nutzen aller Wesen. Es ist charakteristisch für die Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus, dass diese Termas nur von einem Tertön gefunden werden können. Diese großen Meister des tibetischen Buddhismus sind alle Emanationen von Guru Rinpoche. Über Jahrhunderte hinweg haben sie die spirituellen Schätze entdeckt, die in der Zeit von Padmasambhava versteckt worden sind. Ein Tertön ist eine Inkarnation von Guru Rinpoche und hat in einem früheren Leben direkte Belehrungen von ihm erhalten. Dies betrifft v.a. seine fünfundzwanzig „großen“ Schüler.

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Photo courtesy of Caroline McKechnie –

In einem vergangenen Leben wurde S.E. Namkha Drimed Rabjam Rinpoche als einer der größten Meister Indiens, als der Mahasiddha Humkara, geboren. Und im Tibet des 8. Jahrhunderts war er Lhopon Namkhai Nyingpo, einer der fünfundzwanzig Hauptschüler von Guru Rinpoche, die tiefgreifende Verwirklichung erlangten. In seinem derzeitigen Leben erinnert er sich ganz deutlich daran, Gyatsa Zhalkar, der Bruder von Gesar, gewesen zu sein. Im Alter von dreizehn Jahren begegnete er Guru Rinpoche in einer sehr lebendigen Vision und empfing seinen Segen. Von diesem Moment an hatte er wiederkehrende Begegnungen mit den Drei Wurzeln, im Besonderen mit Gesar und seinem Gefolge und empfing den Segen jedes einzelnen von ihnen. Von da an begannen, die Geistesschätze in seinem Geistesstrom zu erscheinen.

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Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurme Rinpoche

Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurme Rinpoche ist der Sohn S.E. Terton Namkha Drimed Rabjam Rinpoches. Als anerkannte Emanation von Tamdrin Hayagriva hat er vielzählige Übertragungen von großen Meistern wie S.H. Dilgo Khyentse Rinpoche, S.H. Penor Rinpoche, S.H. the Dalai Lama and S.E. Kalu Rinpoche ermpfangen. Er erhielt die Übertragungen des Taksham-Zyklus und des Gesar-Schatzes von seinem Vater. Die Kraft seiner Präsenz und seine Herzlichkeit haben alle westlichen Schüler tief berührt, die schon die Gelegenheit hatten, Belehrungen und Übertragungen von ihm zu erhalten.

Programm des Einweihungs-Zyklus der Geistesschätze von

S. E. Great Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche

 Die Übertragungen, die wir von S.E. Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche und Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurme Rinpoche erhalten werden, stellen die Gesamtheit der Einweihungs- Geistesschätze dar, die Seine Eminenz in seinem bisherigen Leben entdeckt hat. Diese beinhalten nicht alle Termas, die er gefunden hat, da einige davon, wie die Tara-Praxis, keine Einweihungen beinhalten.

Charakteristisch für die Gongters Seiner Eminenz ist der Rigsum Norbui Gongdzö Zyklus – der Schatz des Gesar, der Inkarnation der Drei Familien – beinhalten aber auch die Praxis der Drei Wurzeln. Die Guru Rinpoche Praktiken schließen sowohl den friedlichen, als auch den zornvollen Aspekt des Gurus ein, genauso wie die kurzen, mittleren und langen Sadhanas von Guru Rinpoche und den Dorje Drollö Zyklus. Die Yidam Praktiken bestehen aus den Vajrasattva und Vajrakilaya Zyklen. Die Dakini Praktiken beinhalten die kurzen und langen Sadhanas von Yeshe Tsogyal. Der Rigsum Norbui Gongdzö Zyklus deckt sowohl die drei Aspekte von Gesar ab als Guru, als Yidam – der, in Verbindung mit den 100 Shitro-Gottheiten die Vier Erleuchteten Aktivitäten der Befriedung, der Anreicherung, der Magnetisierung und der Unterwerfung ausführt – und als Beschützer in der Form von Gesar Drala.

Die Einweihungen

Do, 7.8. Morgens Guru Rinpoche (Padmasambhava)

Nachmittags Dorje Drollö

Fr 8.8. Vajra Kilaya

Sa 9.8. Morgens Dakini Yeshe Tsogyal

Nachmittags Dorje Sempa (Vajrasattva)

So 10.8. Morgens Gesar in seiner Erscheinung als Lama

Nachmittags Gesar in seiner befriedenden Erscheinungsform

Mo 11.8. Morgens Gesar in seiner magnetisierenden Erscheinungsform

Nachmittags Gesar in seiner Erscheinung als Herr der Drala

Di 12.8. Shitro (das Mandala der 100 friedvollen und zornvollen Gottheiten)

Mi 13.8. Gesar in seiner zornvollen Erscheinungsform (ausführliche Form)

Do 14.8. Kurze Einweihung in Gesar’s zornvolle Erscheinung, gefolgt von Einweihungen in die Gesar-Beschützer

Fr 15.8. Morgens Gesar in seiner Erscheinungsform zur Anhäufung der Qualitäten

Sa 16.8. um 6.30 Uhr Danksagungs- und Langlebenszeremonie für S.E. Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche

Nachmittags : Traditionnelle tibet. LingDro Tänze

 

Fettgedruckt die Einweihungen, die S.E. Namkha Drimed Rabjam Rinpoche erteilt, die anderen gibt Dungsey Lhuntrul Dechen Gyurmey Rinpoche.

 

1. August 2014

 Erste Retreat-Woche und grosse Vorbereitungen: jetzt geht’s los !

 Das Thema ist Sutrayana und die Praxis Yogom und Shiné. Diese erste Woche unseres Sommerretreats umhüllt uns in warmer Atmosphäre trotz Kälte und unaufhörlichem Regen: die Vorbereitungen für den zweiten Teil des Retreats brachten uns in’s Schwitzen.

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Die Sutrayana Belehrungen von Khenpo Pema Thenpel haben uns auch diesmal wieder tief beeindruckt. Vanessas brillante Übersetzung hat auch viel geholfen : so klar und lebendig, dass wir fast schon das Gefühl hatten, wir verstünden plötzlich tibetisch. Im dritten Jahr dieses ersten Zyklus vertieft sich unser Verständnis vom „Schatz der kostbaren Eigenschaften“ von Jigme Lingpa: Khenpos Erklärungen, treffend und unentbehrlich, öffnen Horizonte. Diese Woche war besonders stark. Khenpos tibetische Wurzeln und seine Erfahrung mit den philosophischen Belehrungen, für die er im Ripa Kloster in Orissa die Verantwort trägt, machten den Text leicht zugänglich: Schritt für Schritt eröffnet sich uns das Dharma. Als Ergänzung zu Khenpos Belehrungen gab es zweimal täglich „Yogom“ und einmal „Shiné“ geleite von François, besonders für ganz Neue eine wunderbarer Einstieg in die verschiedenen Facetten des Buddha-Dharma.

Alle haben, je nach Möglichkeit, an den Vorbereitungen für die zweite Hälfte des Retreat teilnehmen können. Viele sind extra gekommen, um bei der Einrichtung der Gompa zu helfen… mehr als 250 Stunden…! – und alles muss nach dem 17. August wieder abgebaut werden !

–       die Trapeze sind an die Decke gezogen

–       die Mauern mit glänzendem gelben Stoff bezogen

–       die Throne eingerichtet und geschmückt…

–       die Unterkünfte für die zahlreichen Teilnehmer vorbereitet

–       die Boutique ist in einen Schlafsaal verwandelt.

Dieses Jahr sitzen die Teilnehmer in der Gompa auf wunderschönen tibetischen Teppichen, direkt aus Nepal importiert und von Schülern gespendet.

Es gibt viel zu tun, um Platz zu schaffen für all die Gästen, die in ein paar Tagen anreisen:

Der frühere Shop wird zum Schlafsaal umgewandelt, zusätzlicher Raum für insgesamt 60 geräumige Zeltplätze wird geschaffen, und das erste Zelt steht schon .

Die Lamas und Mönche kümmern sich in der Zwischenzeit um die Tormas für den Gesar Drupchö. Wie die Bildergalerie zeigt, stellt man einen Teig aus Tsampa, Butter, Margarine und anderen Zutaten her. Wenn dieser fest genug ist, formen ihre Hände die Tormas, die dann angemalt und dekoriert werden. Die Lamas und Mönche bereiten intensiv die Langlebenszeremonien für Seine

Eminenz Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche vor. Tausende von Mantras auf kleinen gelben, mit Safran getränkten, Papierstreifen werden, sobald sie trocken sind, zu kleinen Rollen gedreht und ins Innere von kleinen Stupas sowie in den Lotussockel der Statuetten gesteckt. Die Statuetten enthalten auch einen Holzstab, umwickelt mit Mantras und einem schönen Stück Stoff. Dieser Stab heisst „Soc Shing“: Holz des Lebens. Er repräsentiert den zentralen Kanal unseres Körpers.

Heute abend finden wir uns in unserer Gompa zum Willkommensgruss für das Drupchö zusammen.Morgen beginnt der Drupchö, schon ab 6.30 Uhr mit den Ngöndro.

Wie gewöhnlich haben die Kinder das letzte Wort!! Yasmin Pema, ein kleines, tibetisch-schweizerische, Mädchen sang gestern mit Inbrunst und Überzeugung : „Papa Sambhava – Papa Sambhava – Papa Sambhava…!“

Bis bald, auf mehr Neuigkeiten über das Retreat und euer Ripa Center.

 

Freitag 25. Juli, Blog nummer 1

S.E. Tertön Namkha Drimed Rabjam Rinpoche Ankunft

Ab heute wird Rinpoche unter uns sein. Die Mönche und die Schüler, die schon hier sind, sind beschäftigt: Die Ersteren bereiten die anstehenden größeren Rituale vor, die Letzteren kümmern sich um unser Zentrum und den Gompa. Wir versammeln uns alle, um unseren Meister zu begrüßen.

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Die Atmosphäre ist ausgelassen, herzlich und entspannt. Mit Schülern aus Deutschland, Belgien, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Russland, der Schweiz und Mönchen aus Orissa und Nepal spüren wir schon den internationalen Geist unseres Sangha und unseres Zentrums; ein Duft, der an vergangene großartige Momente in den Ripa-Klöstern in Nepal und Orissa erinnert. Heute begleitet uns der Sonnenschein und das gute Wetter und sie bescheren uns die besten Voraussetzungen, um Seine Eminenz willkommen zu heißen.

Wie ihr in der kleinen Slideshow sehen könnt, die diesen Blog begleitet, wird unser Empfang von Jahr zu Jahr besser. Dieses Mal haben die Mönche große glückverheißende Symbole auf den Boden gezeichnet, dieselben, wie die, die für den Empfang Seiner Heiligkeit, dem Dalei Lama, kreiert wurden, als er zur Eröffnungszeremonie des Klosters in Orissa kam.

Gegen 8:30 Uhr kommen die offiziellen Autos an und wir warten alle in einer Reihe mit unseren Katas. Ein uns unbekannter Jogger war völlig beeindruckt, als er so eine ungewöhnlich Szene entdeckte. Kurz zuvor hatte er ein paar Worte mit einigen von uns gewechselt und ihm wurde ein Flyer über das Zentrum gegeben. Plötzlich war er sehr interessiert und blieb, um die Ankunft dieses großen Meisters zu bezeugen, von dem er noch nie gehört hatte und vielleicht ist er sich dieser glücklichen Umstände gar nicht bewusst! Ein paar Leute, die beim letzten Saga Dawa Festival zum ersten Mal hier waren, sind auch wieder gekommen.

Die Einführung wurde gefolgt von der üblichen Zeremonie mit Reis und Chai. Seine Eminenz ergriff die Gelegenheit, uns daran zu erinnern, wie sehr wir an unseren Egos anhaften, wie sie die Hindernisse darstellen, an denen wir arbeiten müssen und wie der Dharma uns helfen kann, all die kleinen Probleme aufzulösen, die zu größeren Problemen werden können, wenn wir nicht aufpassen. Schlussendlich erinnerte er uns daran, dass unsere Praxis in unserem täglichen Leben stattfindet. Dann zog er sich zurück, um sich auszuruhen, gefolgt von Lhuntrul Rinpoche, der schon ein paar Tage früher angekommen ist, dem jungen Anzin Rinpoche, dem Tulku Karma Shedup, der früher sein Bruder gewesen ist, Semo Sönam, die eine seiner Töchter ist und zwei Mönchen, die gerade mit ihm angekommen waren.

Rinpoche ist in einer großartigen Verfassung. Alles läuft gut. Unser großartiges Retreat zeigt sich auch dadurch sehr glücksverheißend, dass eine außerordentlich große Anzahl von Menschen angemeldet haben.

Bleibt dran, um weitere Neuigkeiten vom Retreat und eurem Ripa-Zentrum zu erfahren!

Sliedeshow: Bewundert die glücksverheißenden Symbole, die die Mönche kurz vor der Ankunft Seiner Eminenz aus freier Hand auf den Boden gemalt hatten, um ihn willkommen zu heißen….Diese wundervollen glücksverheißenden Symbole wurden schnell von Kindern nachgemalt, die ihre eigene Version kreierten!…………Letzter Besenstrich vor der Ankunft Seiner Eminenz…..Die tibetische Gemeinschaft in der Schweiz ist auch Anwesend und auch Kate, die erste, die aus unserem russischen RIPA-Sangha gekommen ist………..Wir haben uns alle versammelt, um Namkha Rinpoche, Lhuntrul Rinpoche und den jungen Anzin mit unseren Katas, unserem Lächeln und unseren offenen Herzen willkommen zu heißen…..Wie sollte ich nicht der Erste sein, wenn du der Jüngste bist?