Eine Klinik für medizinische Grundversorgung

Die tibetische Siedlung „Jeerango“ liegt in einem abgelegenen Gebiet im Süd-Osten Indiens. Das nächstgelegene Krankenhaus befindet sich in Bhubaneshwar, der Landeshauptstadt, welche acht Auto-Stunden entfernt liegt.

Viele an sich behandelbare Erkrankungen wie Malaria, Typhus, Asthma, Hepatitis B, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Hypertonie (Bluthochdruck) und Diabetes sowie Störungen der Atemwege und der Haut verschlimmern sich, weil eine medizinische Grundversorgung mit entsprechendem Fachpersonal in der Siedlung fehlt.

2004 hat die Internationale Ripa Gemeinschaft unter der kompetenten Führung von Padma Ling Spanien das Gesundheitsfürsorgeprojekt ins Leben gerufen. Seine Hauptziele sind eine grundlegende medizinische Versorgung für die Exiltibeter in ihren Camps und für die benachbarte indische Bevölkerung durch die Errichtung einer kleinen Klinik im Camp Nr. 4. Zur Zeit ist ein Sanitäter in einem festen Arbeitsverhältnis angestellt.

Seit der Gründung werden ungefähr 25 Patienten regelmäßig jeden Tag behandelt, was zu einer merklichen Verbesserung des Wohlbefindens der Einwohner der Siedlung geführt hat. Auch bei Unfällen kann zumindest Erleichterung geschaffen werden.

 Menla Krankenhaus

Local clinic in the neighboring Tibetan refugee settlement community.

Local clinic in the neighboring Tibetan refugee settlement community.

 Für den Kauf von Medikamenten und für den Unterhalt der Klinik sowie für die Löhne des Personals sind regelmässige finanzielle Zuwendungen nötig. Zudem stehen im Menla Krankenhaus, welches im Camp Nr. 2 liegt, einige Umbauten und Renovationen an: z.B. Schaffung von Räumlichkeiten für Patienten, die stationäre Behandlung benötigen. Ausserdem müssen Geräte für die Durchführung von Labortests und ein Instrumentarium für ambulante Operationen gekauft werden.

Projekt „Kampf gegen Malaria“

Malaria ist das gravierendste und meistverbreitetste Gesundheitsproblem, mit dem die Bevölkerung der Siedlung Jeerango in Orissa konfrontiert ist. Die Region weist die höchste Anzahl an Malariapatienten (25%) und Malariatoten (45%) in Indien auf. In über 80% der Malaria Fälle in dieser Gegend übertragen die Moskitos das sog. Plasmodium Falciparum . Die WHO empfiehlt als Medikament ACT (Artemisinin Combination Therapy), ein teures Medikament für örtliche Verhältnisse.

2004 hat die Ripa International – unter der fachkundigen Leitung von Padma Ling Spanien – das Projekt „Kampf gegen Malaria“ in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gesundheitsbeamten ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein umfassendes Programm sowohl für die tibetischen Exiltibeter in ihren Siedlungen als auch für die im Umkreis von 10 km liegenden Nachbardörfer voranzubringen. Es soll den Gebrauch von speziell imprägnierten Moskitonetzen und die Früherkennung von Malaria fördern und verbreiten.

Das Programm enthält folgende Punkte:

  1. Kostenlose Abgabe von Medikamenten gegen Malaria an mittellose Patienten
  2. Kostenlose Diagnose und Behandlung bzw. Klinikaufenthalt für mittellose Patienten
  3. Kostenlose Verteilung von speziell imprägnierten Moskitonetzen sowohl an die exiltibetischen als auch an die einheimischen (indigenen) Siedlungen
  4. Aufklärung der Öffentlichkeit
  5. Ein Programm für Moskitogitter an Fenstern und Türen aller Häuser
  6. Programme zur Reduzierung der Brutstätten der Moskitos, d.h. eine einwandfreie Entsorgung des Abwassers,( bzw. eine Drainage von stehenden Gewässern).
  7.  Jährliche Sammlung und Analyse von Daten über Malaria

Zum spenden, gehen Sie bitte bei Ripa Ladrang in der USA: Malaria Prevention Fund .

 Humanitarian_ows_Malaria_1