Haupt-Praktiken
Guru Rinpoche





Guru Rinpoche
Das Ziel und der Grund für das Studiums, die Kontemplation und die Meditation über den Heiligen Dharma im Vajrayana Pfad des Buddhismus ist die Transformation von belastenden Emotionen. Wenn man die letztendliche Natur der Realität, Rigpa, das selbst-erschaffende ursprüngliche Gewahrsein, das in uns vorhanden ist erkennt, werden belastende Emotionen von selbst befreit, ohne dass man sie ablegen muss. Die ultimative Methode, um in die Natur des Geistes eingeführt zu werden, sind die Segnungen, die sich aus der Praxis des Guru-Yoga auf den Kostbaren Guru ergeben.
Alle verschiedenen Arten von Gurus – wie Wurzel-Gurus und Linien-Gurus – sind in Guru Rinpoche verkörpert.
Der kostbare Guru Rinpoche, auch bekannt als Guru Padmasambhava, wurde auf wundersame Weise auf einer Lotusblume im Dhanakosha-See geboren aus der Samen-Silbe HRIH, welche auf einem goldenen Vajra markiert war und aus dem Herzen von Buddha Amitabha emanierte. Inthronisiert als der Sohn von König Indrabodhi, regierte er das Königreich in Übereinstimmung mit dem Gesetz des Dharma für mehrere Jahre.
Später in seinem Leben verließ er das Königreich und reiste weit umher. Er erhielt viele Belehrungen über Sutra und Tantra von dem Meister Prabahati, dem Mönch Ananda, früherer persönlicher Begleiter Buddhas, dem gelehrten Shri Singha und vielen anderen.


Indem er an Orten wie dem Shitavana-Leichenhof praktizierte, traf er mit Yidam-Gottheiten zusammen und zeigte Anzeichen dafür, dass er die gewöhnlichen und höchsten Errungenschaften gemeistert hatte. Er machte die Langlebens-Praxis in der Höhle von Maratika, traf sich von Angesicht zu Angesicht mit Buddha Amitayus und wurde mit der Ermächtigung gesegnet, frei von Geburt, Tod, Altern und Verfall zu sein, solange der Raum existiert.
Guru Rinpoche war dafür verantwortlich, im 8. Jahrhundert den heiligen Dharma nach Tibet zu bringen. Während dieser Heldentat begegnete er zahlreichen bösartigen Geistern, die sich der Etablierung des Dharma auf ihrem Land heftig widersetzten. Nachdem er sie an einen Eid gebunden hatte, verwandelte er sie in Wächter und Beschützer der Lehre. Infolgedessen konnte der Tempel von Samye in Tibet errichtet werden, die Sutras und Tantras wurden übersetzt und viele klösterliche Einrichtungen blühten unter dem König des Dharma, Trisong Detsen, und dem Mönch Shantarakshita auf.
In der Folge drehte Guru Rinpoche das Rad des Dharma der drei inneren Klassen des Tantra an heiligen Stätten wie Samye Chimpu. Er ermächtigte seine fünfundzwanzig Schüler, gab ihnen Anweisungen zur Reifung und vertraute ihnen Terma-Belehrungen an (heilige Geheimlehren, die im Geistesstrom sehr fortgeschrittener spiritueller Praktizierender verborgen sind), die in der Zukunft offenbart werden sollen, wenn die Zeit reif ist.
Es ist äußerst wichtig, besonders in der Epoche der Degeneration, zu Guru Rinpoche zu beten und seine Praxis zu machen. In der Taksham-Geistesverwirklichung des Gurus heißt es,
„In der Zukunft, wenn die Zeiten rau sind und die Wesen leiden,
Wenn sie nur meinen Namen hören oder einfach an mich denken
werde ich die Wesen in jenen schlechten Zeiten beschützen und ihre Leiden vertreiben.
Das Mitgefühl von Padmasambhava ist größer als das anderer Buddhas.“
Es wird gesagt: „Der zehnte Tag eines jeden tibetischen Mondmonats ist Guru Rinpoche zu weihen.“ Daher sollte man vor den Darstellungen der Drei Juwelen, angeführt von einer Statue oder einem Bild von Guru Rinpoche, entweder am Morgen oder am Abend, makellose Opfergaben aus Blumen, Weihrauch, Butterlampen, Parfüm und so weiter darbringen. Je nach seinen eigenen finanziellen Möglichkeiten opfert man mehr oder weniger Essensgaben, welche die drei süßen Speisen usw. beinhalten, und mit einer Haltung der Entsagung, in der man die unbeständige und frustrierende Natur von Samsara erkennt, mit einem Geist, der von der wohlwollenden Einstellung durchdrungen ist, anderen zu nützen, und mit dem kostbaren Ansatz von Bodhichitta, setzt man sich bequem hin und macht die ausführliche oder verkürzte Geistesverwirklichung des Gurus oder auch nur die tägliche Praxis.
Die Ripa-Schüler treffen sich jeden Monat am 10. Tag des tibetischen Mondkalenders in dem kleinen Tempel (Gompa) des Ripa International Center, um gemeinsam die Puja und den Tsok zu machen. Um an diesem Ritual teilzunehmen, ist es notwendig, die Einweihung von Guru Rinpoche erhalten zu haben.



Centre Ripa International
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